DMM-Test: KIA Sorento 1.6 T-GDI Hybrid Platinum AWD AT

Bei DMM im Test: Kias’s SUV Flaggschiff in der Hybridvariante, die extern nicht geladen werden kann, die dennoch effizient und vergleichsweise sparsam zu betreiben ist, der Sorento 1.6 T-GDI Hybrid Platinum AWD AT. Bei dieser Modellversion arbeitet zusätzlich zum 1,6 l-Benziner (180 PS) eine 44-kW-Elektromaschine (integriert ins Gehäuse der Sechsstufenautomatik), zusammen leisten beide 169 kW bzw. 230 PS. Gespeist wird der E-Motor von einer 1,49 kWh-Batterie, die unterm Fahrersitz verbaut ist. Das SUV der 4. Generation ist in Sachen Abmessungen ziemlich mächtig, fährt sich aber sehr komfortabel.

Robust dynamisches Design, das zeichnet den Kia Sorento aus. Fotos: G. Zielonka

Robust dynamisches Design, das zeichnet den Kia Sorento aus. Fotos: G. Zielonka

Beim Blinken zeigt eine Kamera den jeweils seitlich rückwärtigen Straßenzustand bzw. Verkehr an. Eine feine Sache, die viel Sicherheit erzeugt. Nur bei Regen funktioniert's nicht so richtig. Dann sieht man bestensfalls große Tropfen.

Beim Blinken zeigt eine Kamera den jeweils seitlich rückwärtigen Straßenzustand bzw. Verkehr an. Eine feine Sache, die viel Sicherheit erzeugt. Nur bei Regen funktioniert's nicht so richtig. Dann sieht man bestensfalls große Tropfen.

Kann man sich auch ganz gut als Geschäftswagen vorstellen, den 48V-Kia Sorento Hybrid.

Kann man sich auch ganz gut als Geschäftswagen vorstellen, den 48V-Kia Sorento Hybrid.

Unser Sorento ist ein modernes SUV mit elektrifiziertem Antrieb und einen Top-Ausstattung, die, logisch, denn auch ihren Preis hat. Zu haben seit Anfang 2021. Nicht nur die Abmessungen des Siebensitzers haben uns beeindruckt, auch sein Design. Ein klein wenig erinnert es mit seiner kraftvollen Ästhetik an eine US-amerikanische Marke. Recht gut steht dem Großen das von anderen Kia-Modellen her bekannte Tigergesicht und auch das breite Heck ist den Designern gut gelungen. 

Der Innenraum verströmt Wohlfühlcharakter und mehr als nur einen Hauch von Luxus. Generell macht der Innenraum einen hochwertigen Eindruck. Armaturenbrett und Türverkleidungen sind mit haptisch ansprechendem weichem und Leder täuschend ähnlichen Kunststoff überzogen. Sehr angenehm fühlen sich auch die beiden gepolsterten Sonnenblenden an.

Obwohl schon sehr digitalisiert finden sich im Cockpit und am Lenkrad dennoch vergleichsweise viele Bedienknöpfe und Schalter, was uns aber nicht gestört hat. Dass der Sorento über die neuesten Infotainment- und Assistenztechnologien verfügt, wir haben’s nicht anders erwartet. Natürlich sind Apple Carplay und Android-Auto an Bord und funktionieren perfekt. Übrigens kann man mehrfache Bluetooth-Verbindungen zum Fahrzeug aufbauen.

Der Fahrersitz bietet zig elektrische Einstellmöglichkeiten, darunter die verlängerbare Sitzfläche und eine Lendenwirbelstütze. Fahrer- wie Beifahrersitz bieten sehr guten Seitenhalt. Unser Fazit: Die Sitze sind absolut vielfahrertauglich. Auch in der zweiten Reihe gibt’s am Sitzkomfort nichts zu beanstanden. Weil das Interieur sehr großzügig wirkt, können auch ziemlich groß gewachsene Personen vorne wie hinten gut Platz finden. Die dritte installierte Sitzreihe haben wir nicht gebraucht was nicht weiter auffällt, zumal sie im „eingefahrenen Zustand“ einer Ebene mit dem Kofferraumboden bildet.

Dank Platinum-Ausstattung lässt sich die Heckklappe elektrisch öffnen. Interessantes Feature: Steht man hinter der Heckklappe, öffnet die sich wie von Geisterhand automatisch. Das ist aber nicht immer so, man kann diese Automatik abschalten. Den Kopf muss man sich auch nicht anstoßen; denn die Heckklappe öffnet hoch genug. Aber aufgepasst in Tiefgaragen! An der doch relativ hohen Ladekante dürften sich Männer weniger stören, aber für die holde Weiblichkeit sind fast 80 cm über der Fahrbahn doch etwas hoch. Reinpacken lässt sich beinahe unendlich viel, zumal dann, wenn man die hintere Sitzbank (asymmetrisch geteilt) umklappt.
 
Am Steuer merkt man gar nicht die schiere Größe des Wagens (4,81 m lang, Breite mit Außenspiegel um die 2,15 m, Höhe 1,90 m). Fahren lässt sich der Sorento wie ein Pkw. Die Funktionalitäten des Cockpits hat man schnell drauf. Auch das Schalten: Das funktioniert nicht per Schalthebelchen, sondern per Drehrad mit den Funktionen Fahren (nach rechts drehen, rückwärts ganz nach links drehen und Parken. Die Bedientasten sind vergleichsweise groß, was nicht verkehrt ist. Über den großen Screen lassen sich alle denkbaren Menüs aufrufen und die gewünschten Funktionen einstellen. Kaum für Ablenkung sorgt das Bedienen des beinahe in Augenhöhe befindlichen großen 10,25 Zoll messenden Bildschirms. Alle digitalen Instrumente sind leicht und verständlich ablesbar, unabhängig von der Sonneneinstrahlung.

Unser Fahreindruck: Obwohl der Sorento nur mit dem Standard-Fahrwerk versehen ist, vermisst man ein gepimptes (gedämpftes) Fahrwerk nicht. Der Federungskomfort passt, nicht zu straff, nicht zu weich. Gleich welche Fahrbahnbeschaffenheit, mit dem Sorento gleitet man darüber hinweg. Bei flott gefahrenen Kurven spürt man auch kaum die Lastwechsel und von Wankneigung kann kaum die Rede sein. Die Lenkung funktioniert präzise, wobei man die Lenkkräfte per Auswahl des Fahrprofils verändern kann. Kurzum: Das Handling passt, man fühlt sich in allen Fahrsituationen sicher. Ach ja, beinahe hätten wir es vergessen: Der Innengeräuschpegel ist sehr angenehm niedrig, selbst bei höheren Geschwindigkeiten.
Unser Testverbrauch hielt sich in Grenzen, um die 7,5 Liter/100 km. Für ein solch großes Fahrzeug recht ordentlich. Da hilft der Strom aus dem Akku schon ein klein wenig mit. Die monatlichen Betriebskosten liegen nach unserer Berechnung bei einer Fahrleistung von 20.000 km bei ca. 370 Euro, Wertverlust nicht berücksichtigt. Quelle: DMM / Kia