Geschäftsreisen rückläufig

Deutlich weniger Geschäftsreisen, andererseits mehr private Reisen innerhalb des eigenen Landes sowie mehr Natur- und Outdoor-Trips: Das sind drei Trends im Reiseverhalten, die eine von der ITB in Auftrag gegebene Studie, die „ITB World Travel Survey: Global Tourism Demand Forecast", ergeben hat.

Peter Kautz, VP Research & Analysis, und Claudia Cramer, Director Market Research, bei der Statista GmbH in Hamburg stellten die wichtigsten Ergebnisse ihrer diesjährigen Untersuchung am Dienstagnachmittag im Rahmen der ITB Berlin NOW Convention vor.

Für 2021, so das Ergebnis der Studie, die das Reiseverhalten und die Reisepläne in Deutschland, den USA und China beleuchtet, gibt es durchaus Grund, optimistisch zu sein: „Etwa 70 % der Befragten planen im Jahr 2021 zu reisen oder wollen bald damit anfangen, einen Trip zu planen. Nur etwa ein Viertel bis ein Drittel der Befragten plant keine Reise", sagte Claudia Cramer. Und so glaubt denn die Marktforscherin, dass die meisten reisen wollen, sobald es geht.

Der Tourismus der Zukunft wird jedoch keine Fortschreibung der Vergangenheit sein. In Deutschland und den USA sagte jeder dritte Befragte, dass er seine Reisegewohnheiten künftig ändern werde, in Chinas war dies sogar jeder zweite. 76 % aller befragten Deutschen gaben an, dass sie mehr innerhalb des eigenen Landes verreisen würden, in den Vereinigten Staaten sagten dies 77 %, in China sogar 88 %. Zwischen 61 (Deutschland) und 91 % (China) der Befragten sagten, dass sie künftig mehr naturnahe Reisen und Outdoor-Trips unternehmen möchten.

So ganz und gar nicht überraschend, weil eigentlich schon ein alter Hut, ist das Befragungsergebnis, wonach zwischen 63 und 66 % der Befragten angegeben haben, dass sie künftig weniger Geschäftsreisen unternehmen werden. Quelle: ITB NOW Convention / DMM