Tschechien plant Schnellstrecken

Die tschechische Eisenbahnverwaltung Správa železnic hat präsentierte jetzt geplante Hochgeschwindigkeitsstrecken (VRT). Die RS 1 Praha – Brno – Ostrava und deren Abzweig in Richtung Österreich und Slowakei RS 2 Brno – Břeclav.

Tschechien plant drei Hochgeschwindigkeitsstrecken. Skizze Správa železnic Správa železnic

Tschechien plant drei Hochgeschwindigkeitsstrecken. Skizze Správa železnic Správa železnic

Infrastrukturell handelt sich es bei der RS1 um drei Schnellstrecken Prag - Brno, Brno - Ostrava und Brno – Staatsgrenze zu Österreich, die weiter in einzelne Bauabschnitte unterteilt sind. Außerdem ist ja auch eine Hochgeschwindigkeitstrasse von Prag nach Dresden in Vorbereitung.

Die Präsentation umfasste technische Spezifikationen, mögliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt sowie den Verfahrensstand der Vorbereitungen. Neubaustrecken sind eine Chance für die Weiterentwicklung der beiden Regionen Mährisch-Schlesien und Vysočina. Die Verkürzung der Fahrzeiten zwischen Ostrava, Brno und der Hauptstadt Prag wird die Mobilität der Einwohner deutlich erhöhen. Die Anbindung der Regionen an das europäische Verkehrsnetz ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt (siehe NBS Prag-Dresden). Durch die neuen Bahntrassen werden Kapazitäten auf bestehenden Korridoren für den Personen- und Güterverkehr frei. Die aktuellen Linien sind nicht in der Lage, die wachsenden Transportanforderungen zu erfüllen. Die meisten Fernverkehrsverbindungen werden daher auf die VRT verlagert, was zur weiteren Entwicklung des Regionalverkehrs beiträgt.

Die Eisenbahnverwaltung wird ihre Planungen der Zentralkommission des tschechischen Verkehrsministeriums zur Genehmigung vorlegen. Die finanziellen Mittel für die Vorbereitung und den Bau der VRT werden über einen längeren Zeitraum verteilt. Der Anschluss der neuen Strecken an das transeuropäische Netz TEN-T wird durch die Nutzung europäischer Fördermittel ermöglicht. Die Bahnverwaltung sucht aber auch nach anderen Möglichkeiten, dieses wichtige Infrastrukturprojekt zu finanzieren.

Die VRTs in der Region sind zweigleisig für eine Betriebsgeschwindigkeit von 320 km/h ausgelegt. Ihr Aussehen unterscheidet sich nicht wesentlich von den bestehenden Linien. Ihr Mehrwert ist die Geschwindigkeit, die durch die direktere Streckenführung erreicht werden kann. Quelle Správa železnic / DMM