Die aktuelle Softwareversion in den A320neo und -ceo kann gefährlich für den Flug werden. Denn unter dem Einfluss starker kosmischer Strahlung drohen Fehlschaltungen in der Höhenrudersteuerung. Dieser katastrophale IT-Fehler hatte Ende Oktober dafür gesorgt, dass ein A320 der US-amerikanischen JetBlue Airways urplötzlich von seiner Reiseflughöhe von 10.000 Meter auf knapp 4.000 Meter Höhe „abstürzte“. Die Piloten konnten den Jet gerade noch abfange. Es gab bei dem Abrauschen in die Tiefe Panik und Verletzte an Bord.
Aber erst am Freitag, 28. November 2025 reagierte Airbus mit einer Eilmemo an A320-Betreiber versendet. Die EASA zog noch am Abend mit einer dringlichen Lufttüchtigkeitsanweisung nach. A320-Betreiber weltweit mussten die Software auf die letzte sichere Version "L103+" zurücksetzen. Laut Hersteller sind angeblich alle bisherigen ELAC-B-Software-Standards sowie alle ELAC-E-Software-Standards nicht betroffen. Das Downgrade stelle eine "sofortige Sicherheitsmaßnahme" vor weiteren Wartungsempfehlungen dar.
Viele Jets können das Software-Update direkt dort erhalten, wo sie sich gerade befinden; andere müssen dafür an ihre Basis zurückkehren. Bei älteren Exemplaren ist möglicherweise zunächst eine Hardware-Änderung nötig, bevor das Update eingespielt werden kann. Die Aktualisierung selbst gilt als unkompliziert.
Die enorme Wartungswelle sorgt im globalen Luftverkehr am Wochenende für Störungen. Denn die Überprüfungen nehmen pro Flugzeug mehrere Stunden in Anspruch. Lufthansa begann bereits am Freitagabend mit der Umsetzung der von Airbus vorgeschriebenen Maßnahmen. Quelle: Airbus / aero.de / DMM



