Ablaufdatum des Impfzertifikats und wohin Geschäftsreisen kaum möglich sind

So gut wie alle Länder fordern bei der Einreise bzw. schon vor Beginn der Reise am Ausgangsort den Nachweis eines gültigen Impfzertifikats. Allerdings begrenzen inzwischen immer mehr Länder die Gültigkeit des Impfstatus. Und eine ganze Reihe von Nationen hat ihre Grenzen wieder dicht gemacht. Dazu unsere aktuelle Übersicht.

Immer mehr Länder verschärfen ihre Einreisevorschriften und eine ganze Reihe können Business Traveller gar nicht erst besuchen. Foto unsplash

Immer mehr Länder verschärfen ihre Einreisevorschriften und eine ganze Reihe können Business Traveller gar nicht erst besuchen. Foto unsplash

Wer verreisen will, ins Hotel in einer Restaurant, zum Friseur etc. möchte, braucht in der D-A-CH-Region derzeit den Nachweis einer Impfung, einer Testung oder einer Genesung von Corona (3G-Regel). Der vorhandene Impfschutz lässt sich beispielsweise ganz einfach durch das digitale Impfzertifikat per App, wie z.B. der  CovPass-App, nachweisen.
Allerdings laufen die Zertifikate ab. Angezeigt wird das Ablaufdatum sowohl in der CovPass-App als auch in der Corona-Warn-App mit dem Vermerk, dass man sich „rechtzeitig darum bemühen solle, sich einen neuen digitalen Impfausweis ausstellen zu lassen“. Man muss sich nicht wundern, wenn man in der neusten Version der Corona-Warn-App vor dem Ablauf des Impfzertifikats mit einer Push-Nachricht gewarnt wird. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gilt das Ablaufdatum aber nur für das digitale Impfzertifikat, daher wird es auch nur „technisches“ Ablaufdatum genannt.

Bisher ist in Deutschland und vielen anderen EU-Ländern das digitale Impfzertifikat ein Jahr lang gültig. Da aber der Schutz der Corona-Impfung etwa ab dem vierten Monat kontinuierlich nachlässt, insbesondere Biontech, Moderna ist der laut Wissenschaft wirksamste Impfstoff, wird auf EU-Ebene diskutiert, dass der Impfschutzstatus nach der zweiten Impfung seine Gültigkeit nur für neun Monate behalten soll.

Vor allem auch Geschäftsreisende erleben, dass ihre Corona-Impfung in den meisten Ländern der Welt für mehr Bewegungs- und auch Reisefreiheit sorgt. Als vollständig geimpft gelten Personen, die zweimal die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca erhalten haben. Bei Johnson & Johnson reichte sogar schon ein Piks. Noch gilt: Überall, wo 3G, 2G oder 2G plus umgesetzt wird, haben Geimpfte teilweise ohne große Einschränkungen Eintritt. Nun, da Die Coronavarianten Delta und Omikron für viele neue Infektionen und Totesfälle sorgen, müssen Geimpfte ihren Impfstatus mit einer weiteren Impfung auffrischen, die Rede ist vom „Boostern“, um weiterhin als vollständig geimpft zu gelten. Österreich, Frankreich und Israel sowie Griechenland haben bereits ein Ablaufdatum für das Impfzertifikat eingeführt. Reisende müssen also vor Abreise auf das Datum ihrer Impfung achten.

Das Impfzertifikat in Österreich gilt nur noch für 270 Tage, also ein Dreiviertel Jahr. Eine Booster-Impfung verlängert das Impfzertifikat erneut um 270 Tage. In Israel, wo zur zeit eine absoluter Reisebann für Ausländer herrscht, gelten 180 Tage. In Frankreich gelten Personen über 65 Jahre als vollständig geimpft, wenn sie ihre Booster-Impfung nachweisen können. Nach Griechenland einreisen dürfen über 60-Jährige nur mit Boosterimpfung, die spätestens sieben Monate nach der zweiten Dosis verabreicht worden sein muss. Athen fordert ein Einreiseverbot für alle, die keine Auffrischungsimpfung haben.

Wohin Geschäftsreisen schwierig bis unmöglich sind:

  • Australien: Touristische Einreisen nach Australien sind bis auf Weiteres nicht gestattet. Entsprechende Visa werden generell nicht erteilt.
  • Chile: Personen, die sich vorab einen chilenischen Pase de Movilidad besorgen, dürfen wieder nach Chile einreisen. Darin werden Reisedetails erfasst und die für den Erhalt des Passes notwendigen Impfungen nachgewiesen. Nach der Einreise gilt dennoch eine 5-tägige Quarantänepflicht.
  • China: Die Einreise aus Deutschland ist derzeit nur für Personen mit einer chinesischen Aufenthaltsgenehmigung bzw. für Personen mit einer Sondergenehmigung gestattet.
  • Ghana: (Geschäfts)Reisende müssen bereits beim Einchecken am Flughafen in Deutschland einen Zahlungsnachweis für einen kostenpflichtigen Antigen-Test am Flughafen Accra vorlegen. Die Bezahlung der Kosten von USD 150 ist ausschließlich online bei Ghana Airports möglich. Alle Passagiere müssen zudem vor Reisebeginn online die "Health Declaration Form"* ausfüllen.
  • Großbritannien: elektronische Einreiseformular; PCR-Testnachweis. Quarantäne-Pflicht für 10 Tage trotz negativem Test. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen bei der Rückkehr nach Deutschland nicht in Quarantäne.Portugal: Aktueller PCR- oder Antigen-Test ist Pflicht auch für Geimpfte.
  • Hongkong: Es dürfen nur noch geimpfte Personen aus Deutschland einreisen, die im Besitz eines Aufenthaltstitels oder eines Visums sind. Bei der Einreise muss ein negativer PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) eines ISO-15189-zertifizierten Labors vorgelegt werden. Nach der Ankunft ist ein weiterer PCR-Test am Flughafen in Hongkong erforderlich. Erst wenn das negative Ergebnis vorliegt, erfolgt der Transport in das vom Reisenden vorab gebuchte Quarantänehotel. Die Länge der Quarantänezeit im Hotel beträgt 21 Tage.
  • Indonesien: Privaten und geschäftlichen Touristen aus Deutschland ist die Einreise nach Indonesien (inklusive Bali) bis auf Weiteres verboten.
  • Israel: Seit 28. November 2021 ist die Einreise für Menschen, die nicht die israelische Staatsangehörigkeit haben, untersagt.
  • Japan: Das Land des Lächelns lässt bis auf Weiteres keine Ausländer mehr einreisen. Weiterführende Informationen gibt es auf den Seiten der japanischen Botschaft in Deutschland.
  • Malaysia: Für ausländische Reisende gilt ein generelles Einreiseverbot. Ausnahmen gibt es nur in Einzelfällen.
  • Marokko: Das nordafrikanische Königreich  hat den gesamten Flugverkehr bis mindestens 13. Dezember ausgesetzt.
  • Neuseeland: Internationale Einreisen nach Neuseeland sind nicht gestattet. Ausnahmen bestehen nur für neuseeländische Staatsangehörige und Personen mit permanentem Aufenthaltstitel.
  • Philippinen: Die touristische Einreise auf die Philippinen ist bis auf Weiteres verboten. Entsprechende Visa werden derzeit grundsätzlich nicht ausgestellt.
  • Russland: Aktueller PCR-Test ist Pflicht, auch für Geimpfte.
  • Schweiz: Aktueller PCR-Test ist Pflicht, auch für Geimpfte.
  • Singapur: Reisen aus triftigen Gründen sind möglich: diese müssen vorab beantragt werden. Details hierzu finden sich auf der Webseite "Safe Travel".
  • Südafrika: Die Einreise zu touristischen Zwecken ist grundsätzlich erlaubt, die Reiseverbindungen zwischen Deutschland und Südafrika sind derzeit aber reduziert.
  • Südkorea: Die visafreie Einreise deutscher Staatsangehöriger ist grundsätzlich möglich. Aber jeder muss unabhängig vom Impfstatus in eine 10-tägige Quarantäne. Diese Regelung gilt bis mindestens 16. Dezember.
  • Taiwan: Die Einreise aus Deutschland ist nur Personen mit einem Aufenthaltstitel und Reisenden mit Sondergenehmigung erlaubt.
  • VAE: Man benötigt eine Auslandskrankenversicherung und beim Check-in am Abflughafen einen negativen Covid-19-PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, oder den Nachweis einer vollständigen Impfung.
  • Vietnam: Es gilt eine vorübergehende Einreisesperre (auch Transit) für alle ausländischen Reisenden. Diese Regelung betrifft auch deutsche Staatsangehörige vietnamesischer Abstammung. Quelle: DMM