Accor startet Luxusreisen mit dem Orient-Express La dolce Vita

Die legendäre Marke „Orient Express“ wird ab 2023 für luxuriöse Bahnreisen durch Italien neu belebt. Gäste dürfen sich auf „La Dolce Vita“ auf Schienen freuen. Initiator ist die Accor Hotelgruppe, die vor fünf Jahren 50 % der Marke Orient-Express übernommen hat und nun Luxusreisen auf Schienen anbietet.

Accor lässt den legendären Orient-Express wieder aufleben mit Luxusreisen von Nord nach Süditalien. Foto: Accor

Accor lässt den legendären Orient-Express wieder aufleben mit Luxusreisen von Nord- nach Süditalien. Foto: Accor

Vor mehr als 150 Jahren erfüllte sich der belgische Bahnunternehmer Georges Nagelmackers, Gründer der Comapgnie Internationale des Wagons-Lits, mit dem im Lauf der Jahre legendären „Orient Express“ einen Traum. Sein Orient-Express war ursprünglich ein nur aus Schlaf- und Speisewagen zusammengesetzter Luxuszug der Compagnie Internationale des Wagons-Lits (CIWL), der erstmals am 05. Juni 1883 von Paris in Richtung Konstantinopel (seit 1930 Istanbul) verkehrte. Da der Zielort noch nicht durchgehend auf der Schiene erreichbar war, mussten zunächst noch Fähr- und Schiffsverbindungen benutzt werden. Ab 1890 bestand eine durchgehende Verbindung über München, Wien, Budapest und Sofia nach Konstantinopel.

Nach dem Ersten Weltkrieg verkehrte der Orient-Express nur bis Bukarest. Die Verbindung zwischen Paris und Istanbul übernahm der Simplon-Orient-Express über Mailand, Venedig und Belgrad, der oft ebenfalls aber fälschlicherweise als Orient-Express bezeichnet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zuggattung „Luxuszug“ 1950 abgeschafft und die Züge in normale Schnellzüge umgewandelt, die die Bezeichnung „Orient“ im Namen behielten. Die letzte durchgehende Verbindung zwischen Paris und Istanbul war der Direct-Orient, der 1977 eingestellt wurde. Der Zuglauf mit dem Namen Orient-Express verkehrte ab 2002 nur noch bis Wien und begann ab Juni 2007 in Straßburg statt Paris, bis er im Dezember 2009 ganz eingestellt wurde.

Seit den 1970er Jahren werden durch verschiedene Anbieter Sonder- und Touristikzüge mit restaurierten alten Waggons der CIWL angeboten, die ihre Namen vom historischen Orient-Express ableiten. Bekannt geworden ist der Orient-Express auch als Schauplatz in Film- und Literaturklassikern, vor allem durch Agatha Christies Kriminalroman Mord im Orient-Express. In diesem Jahr soll es zu einem weiteren Comeback des Orient Express kommen, meldet die Accor-Gruppe. Das Hotelunternehmen hat vor fünf Jahren 50 % des Kapitals der Gesellschaft Orient Express übernommen. Die anderen 50 % hält die französische Staatsbahn SNCF.

Beim geplanten Wiederaufleben des Orient-Express setzt Accor aber nur auf Italien. So soll mit dem „Orient Express La Dolce Vita“ eine Luxus-Bahnreise von Nord- nach Süditalien durch 14 Regionen angeboten werden. Drei internationale Ziele werden angebunden, durch Züge, die Rom mit Paris, Istanbul und Split verbinden. Sechs Züge werden dafür eingesetzt; Teil des Erlebnisses wird künftig auch ein Stopover in Rom im ersten Orient Express Hotel sein. Das Haus, das 2024 eröffnen wird, hört auf die Bezeichnung „Minerva“. Das multikulturelle Erbe des legendären Zuges wird gemäß Accor auf eine Reihe von Orient Express Hotels übertragen und nimmt Sie mit auf eine fesselnde Reise an einen anderen Ort.

Der Zusatz „La Dolce Vita“ geht aus einem von Arsenale S.p.A. unterzeichneten Luxus-Eisenbahntourismusprojekt in Zusammenarbeit mit Accors Marke „Orient Express“ hervor. Mit Unterstützung von Accor, dem offiziellen Hospitality-Partner des La Dolce Vita-Zugs, und dank der Partnerschaft mit Trenitalia und der Fondazione FS Italiane, können Fahrgäste eine Eisenbahnreise auf 16.000 Schienen-Kilometern unternehmen. 7.000 km davon soll der Nobelzug auf nicht-elektrifizierten Linien verkehren.

Die genauen Reiserouten sind noch nicht bekannt und sollen in diesem Jahr kommuniziert werden. Laut Accor ausgewählt sollen mit dem Bahnprojekt einzigartige Reiseerlebnisse, die alle fünf Sinne anregen geschaffen werden, seien es die Wunder der Alpen, ländliche Regionen oder die Strände Süditaliens. An Bord des Luxuszuges finden die zahlungskräftigen Gäste zwölf Deluxe-Abteile, 18 Suiten, eine Honor-Suite und ein Restaurant. In den Waggons spiegeln die Räumlichkeiten die Handwerkskunst, das Design und die Kreativität der 1960er und 1970er Jahre wider.

„Made in Italy“ heisst es auch in der Kulinarik: In Zusammenarbeit mit renommierten lokalen und internationalen Köchen sowie Sommeliers genießen die Gäste an Bord einen Fünf-Sterne-Service, preisgekrönte italienische Weine und exklusive Haute Cuisine. Vor der Abfahrt am Bahnhof Roma Termini werden Passagiere in der Orient Express Executive Lounge in Empfang genommen, in der Erfrischungen und mehr für sie bereitgehalten werden.

Sébastien Bazin, Chairman und CEO von Accor: „Wir bei Accor betrachten es als ein Privileg, der historischen Marke Orient Express für leidenschaftliche und anspruchsvolle Reisende neues Leben zu verleihen. Diese Züge bieten eine neue Vision von Luxusreisen.  Unsere Zusammenarbeit mit der Arsenale Group hat neue Horizonte eröffnet, die in perfekter Harmonie mit dem Erbe und der Philosophie von Orient Express stehen.“ Info: https://press.accor.com/orient-express-makes-a-grand-return-to-italy-withla-dolce-vita-train-eng/?lang=en Quelle: Accor / DMM