ADAC: Elektroautos werden viel günstiger

Immer mehr deutsche und internationale Autobauer reagieren mit üppigen Rabatten auf das Förderaus für gewerbliche Unternehmen (seit September 2023) und private Kunden (seit Jahresbeginn 2024). Bedenkt man, dass Verbrennerautos schon in wenigen Jahren bei den Restwerten massiv verlieren und teils fast unverkäuflich werden, ist jetzt schon der richtige Zeitpunkt, auf einen Stromer umzusteigen.

Positiv sieht der ADAC, dass nach dem Wegfall der staatlichen Unterstützung der Markt in Bewegung geraten ist. Denn wer sich jetzt nach einem Elektroauto umsieht, darf sich über teils hohe Rabatte freuen. 

Neben den mittlerweile zum Teil wieder ausgelaufenen Übernahme-Garantien der Hersteller für den entfallenen staatlichen Bonus, bieten einige Marken inzwischen noch deutlich höhere Nachlässe an oder senken die Preise – für Dienstwagenfahrer ein nicht zu vernachlässigender Unterschied, wirkt sich ein niedrigerer Listenpreis doch positiv auf den zu versteuernden geldwerten Vorteil aus.

Einer ADAC Untersuchung (Stand 02.02.2024) zufolge gewährt Dacia aktuell auf den Spring Electric 10.000 Euro Rabatt; der elektrische Kleinwagen kostet demnach nur noch 12.750 Euro. VW gewährt auf die ID-Modelle 3, 4, 5 und 7 einen Nachlass von 4.760 bis 7.735 Euro. Renault hat beim Mégane E-Tech den Listenpreis gesenkt, er wird aktuell 6.400 bis 7.200 Euro günstiger verkauft. BYD reduziert bei den Modellen Atto 3, Dolphin, Seal, Han, Tang und ETP3 ebenfalls den Verkaufspreis und gewährt dazu noch teils üppige Rabatte, so dass Käufer zwischen 5.588 und 19.040 (!) Euro sparen können.

Auch bei Fiat, Smart, GWM, Polestar, Nissan und Tesla gibt es derzeit Schnäppchen. Der amerikanische E-Auto-Hersteller bietet seinen Kunden darüber hinaus eine 0 %-Finanzierung an. Bei einer Kreditlaufzeit von fünf Jahren (keine Anzahlung, Schlussrate 19.637 Euro) sparen Tesla-Model-3-Kunden laut der ADAC Berechnung im Vergleich zum Dezember 2023 damit über 12.000 Euro.

Berücksichtigt man bei der ADAC Autokosten-Berechnung den Nachlass von 7.020 Euro, den VW aktuell auf den ID.3 Pro gewährt (minus 17,6 % gegenüber dem Listenpreis), wirkt sich das mit fast 86 Euro pro Monat aus, die Kunden jetzt sparen können (gerechnet auf fünf Jahre bei 15.000 km jährlicher Fahrleistung). Die von Dacia gewährten 10.000 Euro Rabatt machen sich beim Spring Electric 65 Extreme sogar mit über 116 Euro Ersparnis pro Monat bemerkbar.

Der ADAC fordert die Hersteller auf, nicht nur vorübergehend mit günstigeren Preisen den E-Auto-Absatz anzukurbeln, sondern nachhaltig für bezahlbare, elektrische Mobilität zu sorgen. Die angekündigten Einstiegsmodelle verschiedener Hersteller zu Preisen zwischen 20.000 und 30.000 Euro, wie der bereits bestellbare Citroen e-C3 oder die geplanten Serienversionen von VW ID.2all und Renault 5, sind nach Ansicht des Mobilitätsclubs ein Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig muss der Gesetzgeber für Transparenz und Planbarkeit bei den in Deutschland im internationalen Vergleich viel zu hohen Stromkosten sorgen. Quelle: ADAC / DMM