Air Dolomiti feiert 30. Geburtstag

Kurz nach Eröffnung des Münchner Flughafens im Erdinger Moos begann auch die italienische Fluggesellschaft Air Dolomiti bereits mit dem Liniendienst zwischen München und Italien. Im Juni 1992 fand der Erstflug zwischen Venedig und München statt.

Air Dolomiti CEO Jörg Eberhart (r) und der Münchner Flughafenchef Jost Lammers sehen auch für die kommenden 30 Jahre beste Voraussetzungen für das Engagement der Air Dolomiti am Münchner Airport. Foto: FMG

Air Dolomiti CEO Jörg Eberhart (r) und der Münchner Flughafenchef Jost Lammers sehen auch für die kommenden 30 Jahre beste Voraussetzungen für das Engagement der Air Dolomiti am Münchner Airport. Foto: FMG

Air Dolomiti wurde 1991 auf Initiative des Unternehmers Alcide Domenico Leali aus Brescia durch den Eisen- und Stahlkonzern Leali gegründet. Die ersten Flüge gingen von Triest nach Genua im Rahmen des interregionalen Transports, doch schon im Jahr darauf wurden die ersten Flüge von Verona nach München getätigt. Eingesetzt wurde dabei die De Havilland Canada DHC-8 Serie 300, eine zweimotorige Turboprop-Maschine mit 50 Plätzen. 1993 kamen fünf ATR42-320 in der Sonderanfertigung mit 46 Plätzen hinzu. Im gleichen Jahr wurde ein kommerzielles Abkommen zwischen Air Dolomiti und Lufthansa für die Flüge von Triest nach München geschlossen.

Im Juli 2003 erwarb Lufthansa 100 % der Gesellschaft. Air Dolomiti gehörte zur Lufthansa Regional, einer Gruppe deutscher regionaler Luftfahrtgesellschaften, die Lufthansa erworben hatte und kontrollierte. Obwohl die anderen Gesellschaften der Gruppe alle dasselbe LH-Design benutzten und derselben Verwaltung unterstanden, hat Air Dolomiti seine „Identität“ bewahrt, indem sie mit ihrem eigenen Design fliegt und auch in Bezug auf den Betrieb über eine gewisse Unabhängigkeit verfügt. Die aktuelle Flotte besteht aus 15 Regionaljets Embraer 195. In den zurück liegenden drei Jahrzehnten hat die Airline ihr Streckennetz kontinuierlich ausgebaut und fliegt nun mit einer Flotte von 15 modernsten Embraer 195 insgesamt neun Ziele aus der bayerischen Landeshauptstadt an, darunter so Destinationen wie Verona, Bologna, Florenz, Mailand oder Bari.

In den vergangenen 30 Jahren waren auf den Flügen von und nach München knapp 28 Mio. Passagiere zu Gast in einem der Flugzeuge mit der typischen türkisweißen Bemalung. „Dass heute viele italienische Fluggäste unseren Münchner Airport als nördlichsten Flughafen Italiens wahrnehmen, hat viel mit dem attraktiven Angebot der Air Dolomiti zu tun. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der hervorragenden Zusammenarbeit mit dieser Airline, die mit ihren ausgezeichneten Verbindungen in die verschiedensten Regionen Italiens einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Münchner Luftverkehrsdrehkreuzes leistet“, erklärte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, anlässlich des runden Geburstags der Fluggesellschaft.

Den 30. feiert die Air Dolomiti mit einer Festveranstaltung am Firmensitz in Verona. Aber auch für ihre Münchner Passagiere hat die Airline zum Jubiläum eine gute Nachricht: Nach einer längeren coronabedingten Unterbrechung fliegt Air Dolomiti ab sofort wieder täglich von München in die Autometropole Turin. Quelle: FMG / DMM