Air Force One sollen amerikanischer aussehen

Im TV Sender ABC News zeigte US-Präsident Donald Trump, wie er sich das Aussehen der künftigen Regierungsjets „Air Force One“ vorstellt: Die Bemalung der beiden Boeing Jumbos soll amerikanischer werden.

 

So stellt sich US-Präsident Donald Trump das Design der künftigen Air Force One-Jets vor. Foto. Screenshot ABC News

So stellt sich US-Präsident Donald Trump das Design der künftigen Air Force One-Jets vor. Foto. Screenshot ABC News

Nahezu alle Länder versehen ihre Regierungsflugzeuge in irgendeiner Form erinnernd an die Landesfarben. Das ist auch in Deutschland nicht anders: Die Maschinen der Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung fliegen, wenn sie es denn können, mit einer fetten schwarz-rot-goldenen Bauchbinde rund um den Rumpf und deutscher Flagge am Heck. In den USA ist das bisher noch anders: Die aktuellen beiden „Air Force One“ mit hellem Blau an der Rumpfunterseite, einem dunkleren Blau und Weiß oben, fliegen so die Präsidenten der USA durch die Welt. Die Air Force One sind ein Stück amerikanische Geschichte. Nicht amerikanisch genug findet den Jet der amtierende Präsident Donald Trump.

Schon 2018 hatte Trump angekündigt, dass die Bemalung des Präsidentenfliegers amerikanischer werden sollte, und mehr an die Landesfarben – Rot, Weiß und Blau – angelehnt sein soll. Vor Kurzem hat Trump bei einem Interview mit dem TV-Sender ABC News erstmals gezeigt, wie er sich den Regierungsjet vorstellt. Das Hellblau verschwindet. Stattdessen ist der Bauch dunkelblau, worauf ein feiner weißer Streifen folgt, und dann ein roter. Auf dem Heck ist die Flagge der USA abgebildet – wie bisher.

Übrigens haben auch Frankreich, Russland und China Regierungsflieger, die in denselben Farben durch die Welt jetten. Zudem gibt es bei der vorgeschlagenen Bemalung durchaus auch Ähnlichkeiten zur früheren inzwischen in American Airlines aufgegangenen U.S. Airways.

Air Force One (abgekürzt AFO oder AF-1) ist das Rufzeichen desjenigen Flugzeuges der US Air Force (USAF), in dem sich der Präsident der Vereinigten Staaten aktuell befindet. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff auch für jene Flugzeuge verwendet, die speziell für die Beförderung des Präsidenten und seines Stabes vorgesehen sind und für diesen Zweck aufwändig umgebaut wurden. Seit 1990 sind dies zwei Langstreckenversionen der Boeing 747-200B mit der USAF-Bezeichnung VC-25A.

Wie DMM berichtete, hatte die US Air Force am 09. Januar 2009  offiziell die Suche nach einem Nachfolgemuster für die VC-25A gestartet. Geplant war die Anschaffung von drei Maschinen; die erste sollte 2017 in Dienst gehen. Als mögliche Ausgangsmuster galten die Boeing 747-8I und der Airbus A380. Am 28. Januar 2009 teilte EADS North America mit, Airbus werde an dem Auswahlverfahren nicht teilnehmen. Als Grund für den Rückzug von Airbus aus dem prestigeträchtigen Projekt wurde u.a. die Befürchtung eines möglichen Technologietransfers zum Airbus-Konkurrenten Boeing vermutet, da den US-Behörden aus Sicherheitsgründen sämtliche technische Details des Airbus A380 hätten offengelegt werden müssen. Am 28. Januar 2015 kündigte die US Air Force an, die nächste Air Force One auf Basis der Boeing 747-8 zu bauen.

Am 29. Januar 2016 bestätigte das Pentagon einen Vertrag mit Boeing im Umfang von 25,8 Mio. USD. Boeing soll zunächst einen Plan ausarbeiten, der zeigt, wie die Maschinen im geplanten Kostenrahmen allen Anforderungen entsprechen können. Der Preis der beiden neuen Maschinen wurde auf rund 4 Mrd. Dollar geschätzt. Im Herbst 2017 wurde ein Vertrag über 600 Mio. USD bekannt, der eine Umgestaltung zweier abgestellter Boeing 747-8I der insolventen russischen Fluggesellschaft Transaero Airlines vorsah. Die Pläne beinhalteten eine Kommandozentrale, ein medizinisches Zentrum, eine elektrische Bordanlage, ein Selbstverteidigungssystem und Bodenversorgungssysteme. Zurzeit ist unklar, ob es zu diesem Deal kommt. Quelle: ABC News / DMM