Mit einem operativen Verlust von 27 Millionen Euro schloss Air France-KLM das erste Quartal deutlich besser ab als von Analysten erwartet, wie airliners.de berichtet.
Ergebnis besser, Ausblick vorsichtiger
Der Konzern verbesserte sein operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 301 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, während der auf Aktionäre entfallende Fehlbetrag mit 287 Millionen Euro nahezu konstant blieb.
Gleichzeitig rechnet Air France-KLM für das Gesamtjahr mit deutlich höheren Treibstoffkosten. Die Kerosinrechnung werde laut Unternehmensangaben 9,3 Milliarden Dollar erreichen, 2,4 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr. Konzernchef Ben Smith erklärte, die gestiegenen Preise würden sich zwar noch nicht im aktuellen Quartal widerspiegeln, dürften aber die kommenden Monate belasten.
Vor diesem Hintergrund senkt der Konzern seine Wachstumsziele für 2026. Auf der Langstrecke soll die Kapazität nur noch um zwei bis vier Prozent zulegen, zuvor waren rund vier Prozent vorgesehen. Insgesamt wachse die Gruppe damit um zwei bis vier Prozent statt der ursprünglich geplanten drei bis fünf Prozent, wie airliners.de ausführt.
Uneinheitliche Entwicklung der Konzernsparten
Innerhalb des Konzerns verlief das Quartal unterschiedlich. Air France erzielte ein positives operatives Ergebnis von elf Millionen Euro und verbesserte sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahr. KLM blieb mit einem operativen Verlust von 114 Millionen Euro in den roten Zahlen, konnte das Ergebnis aber ebenfalls verbessern. Belastend wirkte unter anderem das Schneechaos am Flughafen Amsterdam im Januar.
Einen kräftigen Kapazitätszuwachs verzeichnete Transavia. Die Airline wuchs zweistellig, blieb saisonbedingt jedoch operativ defizitär. Zusätzlich wirkten sich laut airlinders.de die Übernahme der Orly-Operationen von Air France sowie die Einstellung mehrerer Nahost-Verbindungen negativ aus. Das Wartungsgeschäft sowie das Vielfliegerprogramm Flying Blue entwickelten sich dagegen positiv. (red)
