Airbnb erbittet Washington's Hilfe

Fast 122.000 registrierte Corona-Infizierte und über 2.000 Menschen, die dem Virus bis Sonntag, 29. März 2020 zum Opfer gefallen sind, melden die USA. Schlecht geht es infolge der Pandemie auch Airbnb, dem weltweit agierenden Community-Marktplatz für Buchung und Vermietung von Unterkünften.

Nicht nur die Hotellerie, die Luftfahrt, überhaupt der gesamte Tourismus leiden massiv unter den Reisebeschränkungen und sonstigen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Riesen wir der weltgrößte Touristikkonzern TUI oder eben auch airbnb geraten ins Wanken. Die TUI musste jetzt erst die Bundesrepublik mit einem Kredit über 1,8 Mrd. Euro retten.

Auch der Techkonzern Airbnb  hat in Washington Staatshilfe beantragt. Auswertungen von Marktbeobachtern wie Airdna oder Alltherooms zeigen, dass vor allem in den touristischen Hotspots die Einbrüche für Airbnb massiv sind. Zehntausende von registrierten Vermietern haben ihre Angebote in den letzten Wochen herausgenommen. In vielen Städten, in denen es noch vor kurzem als lukrativ galt, Objekte tage- oder wochenweise anzubieten, steigen die Vermieter um und -suchen auf dem normalen Wohnungsmarkt wieder nach langfristigen Mietern.

In den drei wichtigsten europäischen Märkten Frankreich, Italien und Spanien hat sich der Umsatz der Plattform innerhalb von nur vier Wochen mehr als halbiert. Ohnehin kommt die Corona-Krise für Airbnb zur Unzeit. Hatte das Unternehmen in den beiden zurückliegenden Geschäftsjahren 2017 und 2018 Gewinne vermelden können, so rutscht es jetzt wieder ins Minus. Schuld waren laut Analysten hohe Ausgaben für Sicherheit und Marketing.

In einem Schreiben an die weltweit 650.000 Partner bat Airbnb-CEO Brian Chesky um Verständnis für die schwierige Lage. In Washington hat er formell um Steuererleichterungen und andere Staatshilfen für die Vermieter gebeten. Quelle: CNN / airbnb / DMM