Airbus kündigt Vertrag mit Qatar Airways

Airbus und Qatar Airways sind sich derzeit nicht gerade grün: Nach der Klage des Golfcariers aus dem Emirat Katar wegen angeblich Lackmängel bei Großraumjets A350-900 kommt jetzt die Retourkutsche des europäischen Flugzeugbauers: Er hat laut Gerichtsunterlagen einen Auftrag der Kataris über 50 Flugzeuge des Typs A321neo gekippt. Damit dürfte sich das Klima zwischen beiden Partner weiter verschlechtern.

Wie DMM berichtete, haben die Scheichs den Flugzeughersteller vor einem Londoner Gericht auf 618 Mio. US-Dollar Schadensersatz verklagt, weil 21 der A350 von Qarae Airways seit Monaten wegen vorgeblicher Lackmängel in Doha abgestellt sind und nicht eingesetzt werden. Für jeden weiteren Tag, den die Widebodies arbeitslos herumstehen, machen die Scheichs 4 Mio. USD Schadenersatz geltend gegroundet sind. Für jeden weiteren Ausfalltag macht die Airline 4,0 Millionen US-Dollar geltend. In Toulouse hält man das Vorgehen der Cchefetage in Doa für maßlos überzogen. Es gebe keine nachvollziehbare Grundlage für das Grounding der 21 Jets.

Airbus vermutet hinter der Klage eine Schmutzkampagne gegen sich und verwahrt sich gegen Rufmord. Es gebe eine einfache Reparaturlösung für betroffene A350, wie sie auch andere Fluggesellschaften in Anspruch genommen hätten. Im Übrigen hat auch die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA keine Bedenken geäußert was den Beschichtungsabtrag selbst als auch den Blitzschutz und den Verbundwerkstoff. Betrifft.

Airbus will die Angriffe von Qatar Airways nicht länger akzeptieren und hat als Reaktion einen Auftrag der Kataris von sich aus gekündigt, über 50 A321neo storniert, was Qatar Airways empfindlich treffen wird. Damit dürfte der Streit weiter eskalieren. Quelle: Airbus / DMM