Auch bei Germania über 1/4 Mio. geprellte Kunden

Rund 260.000 Kunden der Pleite gegangenen Germania, darunter auch zahlreiche Geschäftsreisende, bekommen das Geld, das sie für Germania-Flugbuchungen im Voraus bezahlt hatten, nicht zurück. Das ist ein weiterer krimineller Akt und beweist, dass die Vorauszahlungen für Flüge immer mit einem gewissen Verlustrisiko behaftet sind.

Airberlin & Co. lassen grüßen - Betroffen sind im Fall der untergegangenen Germania mehr als 1/4 Mio. Passagiere mit bezahlten Flügen bis Ende Mai 2020, die direkt bei der Fluggesellschaft gebucht hatten, so ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters. Mehr als 30 % aller Tickets wurden über Direktbuchungen erworben. Bekanntermaßen locken immer mehr Airlines die Kunden zur Direktbuchung auf ihre Webseiten. Aber gemäß deutscher Rechtslage, die dem Betrug durch die Luftfahrtunternehmen massiven Vorschub leistet  bekommen Passagiere bei Zahlungsunfähigkeit einer gegroundeten Airline keinen Cent zurück. Der Fall zeigt, dass die Forderung nach einer Insolvenzversicherung für Fluggesellschaften „nicht ganz unwichtig“ ist.

Unterdessen sucht der Insolvenzverwalter nach einem Investor, der freilich dann auch den Berg an Schulden übernehmen müsste, den Germania dank der unsäglichen Billigfliegerei angehäuft hat. Quelle: DMM