Audi: Neckarsulm wird Kompetenzzentrum für E-Mobilität

Audi baut die Entwicklung von Hochvoltbatterien aus und setzt dafür auf den Standort Neckarsulm. Mit der strategischen Entscheidung wird die Technische Entwicklung für die Zukunft gestärkt und Neckarsulm zu einem Kompetenzzentrum für eine Schlüsseltechnologie der Elektromobilität. Dafür werden seit Ende 2020 Mitarbeitende qualifiziert.

Audi baut Hochvoltbatterie-Entwicklung am Standort Neckarsulm auf. V.l.: Fred Schulze, Werkleiter Neckarsulm; Rolf Klotz, Vorsitzender des Betriebsrats, AUDI AG Werk Neckarsulm; Oliver Hoffmann, Vorstand für Technische Entwicklung AUDI AG; Stephan Reil, Leiter Technische Entwicklung Neckarsulm. Foto: Audi

Audi baut Hochvoltbatterie-Entwicklung am Standort Neckarsulm auf. V.l.: Fred Schulze, Werkleiter Neckarsulm; Rolf Klotz, Vorsitzender des Betriebsrats, AUDI AG Werk Neckarsulm; Oliver Hoffmann, Vorstand für Technische Entwicklung AUDI AG; Stephan Reil, Leiter Technische Entwicklung Neckarsulm. Foto: Audi

Um sich auf das Themenfeld Hochvoltbatterie zu spezialisieren, bietet Audi den Mitarbeitenden der Technischen Entwicklung Neckarsulm in den kommenden Jahren unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Audi entwickelt bereits Hochvoltbatterien für Plug-in-Hybride (PHEV) in Neckarsulm. Nun wird die Entwicklung des kompletten Hochvoltbatterie-Portfolios für vollelektrische Fahrzeuge schwerpunktmäßig am Standort angesiedelt und dafür sukzessive ausgebaut. Außerdem geht bis 2023 ein Batterietechnikum zur Erprobung von Hochvoltspeicher-Technologien in Betrieb. 

„Hochvoltbatterien und Elektromotoren machen einen wichtigen strategischen Anteil an der künftigen Wertschöpfung in einer transformierten Autoindustrie aus. Deshalb bauen wir unsere Kompetenz bei der Entwicklung dieser Komponenten systematisch aus“, sagt Oliver Hoffmann, Vorstand für Technische Entwicklung bei Audi. Perspektivisch wird die Hochvoltbatterie-Entwicklung – in weiterhin enger Zusammenarbeit mit der Hochvoltbatterie-Entwicklung am Standort Ingolstadt – personell deutlich überwiegend in Neckarsulm verortet.

Weiterhin entsteht am Standort Neckarsulm ein Batterietechnikum: In diesem Labor für Pilotprojekte werden weitergebildete Mitarbeitende, die zuvor im Prüftechnikum für Verbrennungsmotoren tätig waren, ab 2023 Prototypen neuer Hochvoltspeicher-Module für verschiedene E-Fahrzeuge erproben.

„Die Investitionsentscheidung des Unternehmens, die Hochvoltbatterie-Entwicklung und ein Batterietechnikum in Neckarsulm anzusiedeln, ist ein deutliches Bekenntnis zur Elektrifizierung und damit langfristigen Sicherung des Standorts“, sagt Fred Schulze, Werkleiter Audi Neckarsulm. Die neu in Neckarsulm verankerte Kompetenz für Hochvoltbatterien profitiert zudem von bereits vorhandener Expertise am Standort: Es werden Synergien mit dem Leichtbauzentrum geschaffen.

Das Bekenntnis von Audi zum Standort Neckarsulm spiegelt sich auch in mehreren Baumaßnahmen wider: So werden der Neubau eines Multifunktionsgebäudes für die Technische Entwicklung Ende 2022 und die neue Lackiererei bis 2025 fertiggestellt. Ein Neubau der Montage ist bereits auf eine Mischfertigung sowie für künftige E-Modelle ausgerichtet. Der e-tron GT, Speerspitze der Marke auf dem Weg in die elektrische Zukunft, wird in den Böllinger Höfen gefertigt. Mit den Plug in-Hybriden und den Mild-Hybriden der Modelle A6, A7 und A8 sind die Kernbaureihen des Audi-Standorts schon heute elektrifiziert.

Audi hat angekündigt, neue Modelle ab 2026 ausschließlich als Elektroautos auf den Weltmarkt zu bringen. Bis 2033 lässt das Unternehmen die Produktion der Verbrenner auslaufen. Entsprechend transformiert Audi seine Standorte und die Mitarbeitenden: Seit 2017 wurden bereits rund 30.000 Audianer für E-Mobilität weltweit qualifiziert. Quelle: Audi / DMM