Aus für den Airport Lugano-Agno

Es at sich schon seit Herbst 2019 abgezeichnet: Die Betreiberfirma des seit Längerem finanziell angeschlagenen Flughafens Lugano-Agno (LASA) im Schweizer Tessin ist insolvent. Das Unternehmen geht in die ordentliche Liquidation, sprich, es wird aufgelöst. Der Airport soll nun privaten Investoren angeboten und so weiter betrieben werden. Aber daran gibt es mächtige Zweifel.

Ein Bild aus besseren Tagen des Schweizer Flughafens Lugano-Agnos. Der Betreiber ist pleite. Foto: wikimedia

Ein Bild aus besseren Tagen des Schweizer Flughafens Lugano-Agnos. Der Betreiber ist pleite. Foto: wikimedia

Der Flughafen selber soll jedoch nicht geschlossen werden, sondern wenn möglich in die private Hände übergehen. Eigentlich hätte das Volk über die Zukunft des Flughafens entscheiden sollen, sagte Lasa-Vizepräsident Filippo Lombardi gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Doch Ende März sei der «Zusammenbruch» gekommen.

Die Coronakrise hat alle Aktivitäten am Flughafen zunichte gemacht, so Lasa-Vizepräsident Filippo Lombardi gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Bis Ende Mai soll die Liquidation der Beitreiberfirma Lasa abgeschlossen sein. Schon im Februar 2020 musste der Flughafenbetreiber den 74 Beschäftigten präventiv die Kündigung aussprechen. Das Problem für einem möglichen Investor. Die SBB ist mit ihren Zügen auf neuen Schnellstrecken von der Deutschschweiz ins Tessin von Zentrum zu Zentrum schneller und komfortabler als das Flugzeug. Und auch die Lufthansa-Tochter Swiss hat vor dem Corona-Grounding die Anschlussverbindungen aus dem Tessin nach Zürich auf die Schiene verlegt.

Von 2014 bis 2018 bediente die Swiss täglich viermal von Lugano-Agno aus Zürich mit Turboprops De Havilland DHC-8-400 der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines.Von Oktober  2018 bis September 2019 wurde diese Verbindung von Adria Airways mit einer Saab 2000 im Auftrag von Swiss durchgeführt. Seit dem Konkurs der Adria Airways im September 2019 hatte der Flughafen keine täglichen Linienflüge mehr und geriet damit in eine finanzielle Abwärtsspirale. Quelle: Lasa / DMM