Aus dem Mietwagenunternehmen verlautete jedoch, dass der Rückgang bei den Corporates durch Buchungen von Urlaubsreisenden im zweiten Quartal im mittleren einstelligen Bereich mehr als ausgeglichen worden ist. „Unsere Entwicklung beim Tagesumsatz unterscheidet sich kaum von der anderer Reiseunternehmen. Ich denke, die Nachfrage zieht nach der Verabschiedung des Big Beautiful Bill an“, sagte der neue ABG-CEO Brian Choi mit Blick auf das US-Ausgabengesetz, das Präsident Donald Trump Anfang des Monats unterzeichnet hatte. Für ABG ist der Freizeitbereich derzeit wichtiger als der Geschäftskundenbereich, und die Preisgestaltung sei wichtiger als das Volumen, so Choi.
Choi, der am 01. Juli den CEO-Posten übernommen hatte, sprach ausführlich über Avis First, den neuen Premium-Service des Unternehmens, der einen Concierge-Service, Luxusautos sowie Abholung und Rückgabe am Flughafen umfasst. Choi meinte, diese Dienstleistung sei ein überfälliger Schritt nicht nur für ABG, sondern auch für die gesamte Mietwagenbranche. Denn es ist festzustellen, , dass Reisende Premium-Service und -Preise zunehmend akzeptieren.
„Jeder weiß, dass Delta mehr Premium bietet als EasyJet, aber Delta-Kunden kennen auch den Unterschied zwischen Main Cabin, Comfort Plus, First Class und jetzt Delta One“, sagte Choi. „Die Flugbranche hat erkannt, dass Reisende nach Covid gerne mehr für Sicherheit, Qualität und ein nettes Erlebnis bezahlen. Dabei geht es nicht mehr nur um den niedrigsten Preis. Es geht um den Gegenwert. Avis First geht genau auf diese Erwartung ein.“
Avis First ist derzeit an zwölf Standorten in den USA verfügbar. Choi sagte, das Unternehmen plane, Avis First bis Ende des Jahres in über 50 Märkten anzubieten.
Avis Budget meldete im zweiten Quartal einen Umsatz von 3 Mrd. US-Dollar, etwa so viel wie im zweiten Quartal 2024. Der Umsatz in Amerika sank um 1 % auf rund 2,3 Mrd.n US-Dollar, während der internationale Umsatz um 3 % auf knapp 707 Mio. US-Dollar stieg. Der Nettogewinn betrug 5 Mio. US-Dollar, verglichen mit 15 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Miettage sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um weniger als einen Prozentpunkt auf rund 44,9 Millionen. Der Umsatz pro Tag sank von 67,69 US-Dollar auf 67,06 US-Dollar. Die Zahl der Miettage in den USA stieg um etwa 1 % auf knapp 33,3 Millionen. Die Mietpreise pro Tag sanken von 71,67 US-Dollar auf 70,06 US-Dollar. Quelle: ABG / DMM
