AXA stellt Versicherung für Flugverspätungen ein

Der französiche AXA Versicherungs-Gruppe stellt ihre Flugverspätungsversicherung "Fizzy" ein. Sie hat die wirtschaftichen Erwartungen nicht erfüllt. Vor allem Geschäftsreisende profitierten von dieser ganz speziellen Form von Assekuranz.

Im Herbst 2017 startete AXA als erster Versicherungskonzern eine Police auf Basis der Blockchain-Technologie an. Mit Fizzy konnten sich seitdem Fluggäste gegen Verspätungen absichern – ganz automatisch. Üblicherweise müssen Fluggäste ihre Schadensersatzansprüche entweder direkt bei der Airline oder über eines der zahlreichen Online-Verbraucherportale geltend machen. Das kostete nicht nur Zeit, sondern mitunter auch Nerven. Mit der Blockchain-Police von Axa sollte dies angeblich der Vergangenheit angehören. Sobald ein Nutzer die Fizzy-Police über die Website in Anspruch nahm, wurden sowohl der Kaufvorgang als auch die spätere Schadenmeldung im Verspätungsfall über die Blockchain abgewickelt. Axa setztte dazu auf die bekannte Ethereum-Blockchain, die auch als Plattform für Smart Contracts dient. Smart Contracts sind digitale Verträge, mit der sich beliebige Vorgänge zwischen zwei Parteien automatisch und ohne einen Mittelsmann verifizieren und ausführen lassen.

Die Versicherungspolice ist über ein Smart-Contract-Netzwerk mit einer weltweiten Flugverkehrsdatenbank verknüpft, sodass Versicherte ab einer Flugverspätung von zwei Stunden vollautomatisch und ohne vorherige Schadenmeldung entschädigt werden. Die Kunden bekamen ihr Geld binnen sieben Tagen auf ihr Konto. Die Versicherungsdaten waren unveränderlich hinterlegt, der Abschluss erfolgt ausschließlich digital. Nun heißt es von Seiten des in Paris ansässigen Konzerns, Fizzy habe seine wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht, weshalb es wieder vom Markt genommen wird. Quelle: AXA / DMM