BA-Flüge fallen fast alle aus

An Tag 1 der angekündigten Pilotenstreiks (Montag, 09. September 2019) muss British Airways nahezu 100 % aller Flüge ab Großbritannien streichen, meldet der Carrier. Im Streit um Gehaltsforderungen hat die Pilotenvereinigung BALPA nicht nachgegeben. Und laut BA habe das Management keine Informationen gehabt, ob und wieviele Cockpitpersonale zur Arbeit erscheinen. Zudem habe auch Konzernmutter IAG nicht aushelfen können.

Die Piloten von British Airways setzten sich am 09. und 10. September 2019 nicht ins Cockpit. Hundertausende Passagiere kommen in UK nicht weg. Foto: BA

Die Piloten von British Airways setzten sich am 09. und 10. September 2019 nicht ins Cockpit. Hundertausende Passagiere kommen in UK nicht weg. Foto: BA

Der britische „Flag-Carrier) liegt mit der British Airline Pilots Association seit neun Monaten im Streit. Nun legt BALPA das Luftfahrtunternehmen am Montag und Dienstag (09. und 10. September) lahm und die Piloten drohen, auch am 27. September nicht zu erscheinen. Bis Dienstag 10. September dürften etwa 300.000 Passagiere von den Flugausfällen betroffen sein, darunter zig Tausende Business Traveller. Am Montag und Dienstag fallen rund 1.700 British-Airways-Flüge aus. British Airways hatte auf Hilfe aus dem IAG-Verbund gehofft, um die Ausfälle zu minimieren. Auf ein neues Vertragsangebot ließ sich Airline-Chef Alex Cruz bislang nicht ein. Selbst die staatliche Schlichtungsstelle konnte zwischen den verhärteten Positionen beider Parteien vermitteln.

BALPA hatte zuletzt im Juli den Vorschlag von BA zurückgewiesen, die Pilotengehälter um 11,5 % verteilt über drei Jahre anzuheben. British Airways sagte, damit würden die BA-Kapitäne ein Weltklasse-Gehalt von jährlich ca. £200,000 (€ 220.000) erhalten. Im Übrigen hätten zwei andere Gewerkschaften, die 90 % aller in der britischen Luftfahrt Beschäftigten repräsentieren, die 11,5 % Lohnplus akzeptiert. BALPA entgegnete, dass die Durchschnittsgehälter von Copiloten auf 70.000 Pfund und die von Einsteigern auf 26.000 Pfund gefallen seien. Viele Piloten hätten sich verschulden müssen, weil sie auch noch die Trainingskosten (laut BBC etwa 100.000 Pfund) tragen müssten. Zudem verwies die Arbeitnehmervertreterseite darauf, dass die BA-Konzernmutter 2018 ein 10 %iges Plus beim Gewinn vor Steuern ausgewiesen hat.

Die Fluglinie ist nach eigenen Angaben weiterhin bereit, mit BALPA zu verhandeln. Fluggäste, die mit BA verreisen wollten, werden gebeten, sich vorab zu informieren ob und wann ihre Flüge stattfinden. Quelle: BALPA / BA / DMM