Ab dem 1. Mai startet auf der rund 163 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover eine Sanierungsphase mit Einschränkungen. Wie der NDR berichtet, ist eine ursprünglich geplante durchgehende Vollsperrung der Strecke nicht mehr vorgesehen.
Sperrungen in mehreren Phasen
Nach Angaben der Deutschen Bahn und der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen soll die sogenannte Qualitätsoffensive der DB InfraGO nun in mehreren Schritten umgesetzt werden. Hintergrund ist eine wetterbedingte Verzögerung bei der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin. Solange diese Verbindung gesperrt sei, diene der Abschnitt Hamburg–Lüneburg als Umleitungsstrecke für Fern- und Güterzüge.
Zwischen dem 1. und 13. Mai wird zunächst der Abschnitt Hannover–Celle gesperrt. Es folgt eine Teilsperrung zwischen Hannover und Uelzen. Vom 14. Juni bis zum 10. Juli ist schließlich eine Vollsperrung zwischen Hamburg und Hannover geplant. Fern- und Güterzüge werden in dieser Zeit umgeleitet, für den Regionalverkehr sind Ersatzangebote vorgesehen.
Weniger Arbeiten, kürzere Sperre
Während der Bauphase soll laut Bahn Tag und Nacht gearbeitet werden, lärmintensive Tätigkeiten jedoch nicht in den Nachtstunden. Durch das stufenweise Vorgehen könnten weniger Arbeiten umgesetzt werden, insbesondere an Gleisen und Weichen, erläuterte Dieter Olliges, Projektleiter der Qualitätsoffensive bei DB InfraGO. Vorgesehen ist nun die Modernisierung von 36 Weichen, zuvor war von rund siebzig die Rede. Die Sanierung von vier Bahnhöfen bleibt davon unberührt.
Geplant sind unter anderem die Modernisierung von rund 66 Kilometern Gleis, Arbeiten an sechs Weichenheizungen sowie an zwei Kilometern Oberleitung. Außerdem sollen 14 Ingenieurbauwerke saniert werden. Dazu zählen auch mehrere Brücken in Lüneburg und Uelzen. Hinzu kommen die Erneuerung der Bahnhöfe in Stelle, Suderburg, Großburgwedel und Langenhagen, Kabeltiefbauarbeiten für neue Stellwerke sowie die Sanierung des Bahndamms bei Eschede.
Anpassungen im Regionalverkehr
Durch das angepasste Baukonzept hat auch die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen die Ersatzfahrpläne überarbeitet. Zwischen dem 1. Mai und 13. Juni fahren täglich je Richtung drei Züge durchgehend zwischen Uelzen und Hamburg. Dafür entfallen je Richtung zwei Verstärkerzüge zwischen Hamburg und Lüneburg. Zusätzlich verkehrt die Linie RE3 im Zweistunden-Takt zwischen Lüneburg und Uelzen.
Ab dem 14. Juni gilt wieder der ursprüngliche Ersatzfahrplan. Zwischen Hannover und Celle sollen während der Sperrung zusätzliche S-Bahnen eingesetzt werden, zwischen Langenhagen und Lüneburg sind Ersatzbusse vorgesehen. Wie der NDR berichtet, soll so während der Bauarbeiten zumindest ein Grundangebot im Regionalverkehr bestehen bleiben. (red)
