Auf einen Blick:
- Deutsche Bahn startet Sofortprogramm mit 50 Millionen Euro für Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen
- 25 Bahnhöfe bundesweit als erste Standorte, darunter Berlin, Hamburg, Frankfurt und München
- Frühjahrsputz wird 2026 auf 1.400 Bahnhöfe verdoppelt (Vorjahr: 700)
- Zusätzliches Sicherheitspersonal und mobile Handwerksteams für schnellere Reparaturen
- Videotechnik wird ausgebaut – bereits 11.000 Kameras im Einsatz
Die Deutsche Bahn startet 2026 ein umfassendes Programm zur Verbesserung von Sicherheit und Sauberkeit an ihren Bahnhöfen. DB-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gaben am Berliner Hauptbahnhof den Startschuss für das Sofortprogramm, das zunächst 25 Bahnhöfe im gesamten Bundesgebiet umfasst. Insgesamt investiert die Bahn in diesem Jahr rund 50 Millionen Euro zusätzlich.
„Der erste Eindruck zählt. Unsere Bahnhöfe sind unsere Visitenkarte", sagte Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG. „Mit vielen konsequenten Schritten sorgen wir dafür, dass sich unsere Kundinnen und Kunden an unseren Bahnhöfen willkommen und sicher fühlen."
Wie wirkt sich das Programm auf Geschäftsreisende aus?
Für Geschäftsreisende und Mobilitätsmanager bedeutet das Programm konkrete Verbesserungen im Reisealltag. An Knotenpunkten wie den Hauptbahnhöfen in Mainz, Mannheim und Hamburg patrouilliert künftig mehr Sicherheitspersonal. Die Bahn arbeitet gemeinsam mit der Bundespolizei daran, weitere Bahnhöfe mit Kameratechnik auszustatten. Bereits heute sind an Bahnhöfen rund 11.000 Kameras für Prävention und Strafverfolgung im Einsatz.
Eine begleitende Präventionskampagne soll den Respekt gegenüber Mitarbeitenden stärken und das Bewusstsein für den öffentlichen Raum Bahnhof schärfen.
Reinigung wird intensiviert
Die regelmäßige Reinigung wird 2026 an den Bahnhöfen deutlich verstärkt. Unter den 25 Startbahnhöfen befinden sich Hannover Hauptbahnhof, Frankfurt (Main) Hauptwache und München Pasing. Besonders bemerkenswert: Die Zahl der Bahnhöfe mit Frühjahrsputz verdoppelt sich von 700 auf 1.400 – viele davon im ländlichen Raum, darunter Bitterfeld, Greifswald und Remagen.
Beim Frühjahrsputz reinigen DB-Mitarbeitende intensiv Bahnsteige und Treppen, Tunnel und Aufzugsschächte, Glasflächen sowie Bedienflächen an Automaten und Aufzügen. Auch das Entfernen von Graffiti und Kaugummi gehört zum Programm. Vielerorts unterstützen Städte und Gemeinden die Aktion.
Schnellere Reparaturen durch mobile Teams
Neue mobile DB-Handwerksteams sollen künftig bundesweit für schnellere Reparaturen sorgen. Ob Glasscheiben austauschen, Graffiti-besprühte Wände streichen oder Vitrinen reparieren – die Reaktionszeiten sollen sich deutlich verkürzen. In einem Pilotversuch hat die Bahn bereits die Wirkung eines mobilen Teams getestet.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte: „Mit unserer Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene haben wir die entscheidenden Weichen für eine bessere Bahn gestellt. Viele Maßnahmen, wie die Modernisierung des Netzes, brauchen Zeit. Aber es gibt auch vieles, was man sofort besser machen kann."
Die 25 Startbahnhöfe im Überblick
Das Programm startet an folgenden Standorten: Kiel, Bremen, Hamburg, Hannover, Berlin (alle Hauptbahnhöfe), Frankfurt (Main) Hauptwache, Essen, Köln, Mainz, Mannheim, Nürnberg (alle Hauptbahnhöfe), München Pasing sowie Greifswald, Eberswalde, Bitterfeld, Leipzig Hauptbahnhof, Jena Paradies, Offenbach (Main) Ost, Schlüchtern, Ahrweiler, Remagen, Saarlouis Hauptbahnhof, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd und Dillingen.
Weitere Bahnhöfe sollen im Lauf des Jahres 2026 folgen. DB-Chefin Palla wies darauf hin, dass die Pünktlichkeit 2026 aufgrund des enormen Bauaufkommens eine Herausforderung bleibe – das Erscheinungsbild der Bahnhöfe solle sich jedoch rasch zum Positiven verändern.



