Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene: „Ein Blick auf die tatsächlichen Unfallzahlen im Verkehr eichtig, denn bezogen auf die gleiche Verkehrsleistung passieren im Straßenverkehr schwere Unglücke viel häufiger als Unfälle im Zugverkehr. Die Wahrnehmung, im eigenen Auto besonders sicher unterwegs zu sein, täuscht.“ Zugfahrten sind auch deshalb mit einem geringen Verletzungsrisiko verbunden, weil Züge mithilfe von Leit- und Sicherungstechnik kontrolliert werden.
Für den Sicherheitsvergleich zwischen Pkw und Eisenbahn hat die Allianz pro Schiene die Zahl der getöteten und schwerverletzten Reisenden der vergangenen zehn Jahre ausgewertet (2015 bis 2024).
Die Eisenbahn ist auch in anderen Ländern Europas das mit Abstand sicherste Verkehrsmittel.
Länder wie Schweden stechen hier positiv hervor. Im Autoverkehr zeigt sich ein ungleich höheres Risiko, tödlich verletzt zu werden: Rumänien ist – wie auch schon in den Vorjahren – mit mehr als sieben Toten pro Milliarde Personenkilometer trauriger Spitzenreiter bei den tödlichen Autounfällen; gefolgt von Polen mit mehr als fünf Toten pro Milliarde Personenkilometer (Bezugszeitraum: 2014-2023).
Für jeden einzelnen Betroffenen und Angehörigen verursachen Verkehrsunfälle enormes menschliches Leid. Für die gesamte Gesellschaft bedeuten sie objektiv betrachtet zusätzlich eine nennenswerte finanzielle Belastung: Denn Unfälle machen mehr als 40 % der sogenannten externen Kosten im Verkehr aus. Das heißt, die Kosten werden zwar von Verkehrsteilnehmern verursacht; getragen werden sie aber von der Gemeinschaft, u.a. in Form von Krankenkassenbeiträgen und Steuern. Eine zunehmende Verkehrsverlagerung auf die Schiene reduziert deshalb nicht nur unfallbedingtes menschliches Leid, sondern verringert auch die Unfallkosten für die gesamte Gemeinschaft. Quelle: Allianz pro Schiene / DMM



