Spaniens Hochgeschwindigkeitsnetz wächst auf 4.000 km

Im laufenden Jahr soll das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE) um rund 1.000 km auf dann 4.000 km wachsen. Damit wird Spanien nach China über das zweitgrößte Hochgeschwindigkeitsnetz weltweit verfügen. In vielen Fällen lohnt sich Fliegen innerhalb der iberischen Halbinsel für Geschäftsreisende nicht mehr, da es auf der Schiene meist schneller vorangeht.

Das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz wächst noch in 2015 auf 4.000 km an. Foto: Renfe

Das "AVE"-Netz bindet novh in 2015 u.a. die Provinzhauptstädte Zamora, Palencia, Leon und Burgos an die Hauptstadt Madrid an. Für Geschäftsreisene ergben sich immense Zeitvorteile: So werden Fahrzeiten zwischen spanischen Provinzmetropolen zum Teil mehr als halbiert.

Folgende neuen Streckenabschnitte sollen 2015 in Betrieb gehen: 
• Knoten Venta de Baños/Palencia – Burgos mit 75,6 km (Regelspur 1.435 mm). In Burgos wird wohl eine Umspuranlage gebaut werden.
• Valladolid – Knoten Venta de Baños/Palencia – Leon – Pola de Lena mit 230,8 km. Da zwischen Leon und Oviedo Streckenteile noch nicht fertigegestellt sind, wird zwischen Leon und La Robla und Pola de Lena und Oviedo/Gijón auf die vorhandene Strecke in iberischer Spurweite übergeleitet. Der Pajarestunnel (mit 25 km Länge der zweitlängste spanische Eisenbahntunnel) erhält Dreischienengleise, die, solange noch ein Netz in der iberischen Spurweite zwischen Asturien und Leon vorhanden sein wird, auch von Fahrzeugen in iberischer Spurweite genutzt werden. Die alte Strecke über den Pass dürfte nach 2015 ausgedient haben. Leon erhält aus diesem Grund eine Umspuranlage für die Systeme von Talgo und CAF/Brava.
• Valencia Castellón mit 61,7 km (ohne Stadtlinie Valencia, Regelspur 1.435 mm)
• Knoten Antequera (Bobadilla) – Granada mit 125,6 km (Regelspur 1.435 mm)
• Knoten Olmedo – Zamora mit 96,2 km (Regelspur 1.435 mm)
• Medina del Campo – Salamanca (Ausbaustrecke in iberischer Breitspur 1.668 mm) mit rund 77 km.
• Knoten Alicante – Murcia mit 64,1 km (Regelspur 1.435 mm)
• Santiago de Compostela – Vigo mit 90,1 km (Teilstrecken werden bereits genutzt, vorerst in iberischer Spurweite 1.668 mm)
• Sevilla – Cadiz mit 157 km (Teilstrecken werden bereits genutzt. Vorerst in iberischer Spurweite 1.668 mm, spätere Umrüstung auf Regelspur vorgesehen)
• Plasencia (Neuer Bahnhof) – Badajoz mit 189,2 km (Teil der LAV-Strecke Madrid/Extremadura/Portugal, Regelspur 1.435 mm.). Offen ist noch ob es in Plasencia eine Umspuranlage geben wird. Quelle: Lokreport / DMM