Benzin und Diesel viel teurer und Tempo 130 km/h auf Autobahnen

Die Mobilität mit herkömmlichen Verbrennerautos soll massiv verteuert werden. Das ist Ziel der Verkehrskommission der Bundesregierung. Für mehr Klimaschutz werden höhere Steuern auf Benzin und Diesel, ein Tempolimit auf Autobahnen sowie eine verpflichtende sehr hohe Quote für Elektroautos ab dem Jahr 2023 erwartet.

Mit der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) nehmen sich Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam der Herausforderung an, das Mobilitätssystem zukunftsfähig zu gestalten. Durch die Bündelung der Expertise und die ganzheitliche und verkehrsträgerübergreifende Diskussion in der Plattform werden Handlungsempfehlungen entwickelt. Mit dem Übereinkommen von Paris hat sich die Staatengemeinschaft 2015 auf einen gemeinsamen Klimaschutzplan verständigt. Auch Deutschland ist diese bindende internationale Verpflichtung eingegangen. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 um 55 % gegenüber 1990 sinken. Für den Verkehrssektor bedeutet das eine Treibhausgasreduktion um 40-42 % bis 2030. Der Klimaschutzplan setzt damit den Rahmen für die strategische Weichenstellung zu einer zukunftsfähigen Mobilität und die Arbeit der NPM.

Ein erster Bericht bzw. Roadmap für die Bundesregierung liegt vor. Und die Vorschläge verheißen für all jene Autofahrer, die heute noch einen Diesel oder Benziner fahren, nichts Gutes. So soll zusammen mit weiteren Instrumenten der Treibhausgas-Ausstoß des Straßenverkehrs bis 2030 um fast die Hälfte gesenkt werden. Im Papier der NPM-Kommission steht, dass Diesel- und Benzinsteuern ab 2023 zunächst um drei Cent und dann jährlich um ein Cent steigen.

Ferner schlägt der zuständige Arbeitskreis der Kommission vor, auf dem gesamten deutschen Autobahnnetz ein Tempolimit von 130 km/h einzuführen und die Kfz-Steuern komplett am CO2-Ausstoß von Dieseln und Benzinern auszurichten. Außerdem soll das Steuerprivileg für Diesel entfallen, womit Dieselkraftstoff erheblich teurer werden wird. Das bedeutet für Fuhrparks, die heute noch überwiegend mit Dieselfahrzeugen bestückt sind, dass die Betriebskosten gerade dieser Antriebsart unwirtschaftlich werden. 

Vorgeschlagen wird außerdem eine Quote für Elektro-Autos und Plug-in-Hybride von 25 % schin im Jahr 2025 und von 50 % im Jahr 2030. Kaufprämien sollen weitergeführt werden.

Mit der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) nehmen sich Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam der Herausforderung an, das Mobilitätssystem zukunftsfähig zu gestalten. Durch die Bündelung der Expertise und die ganzheitliche und verkehrsträgerübergreifende Diskussion in der Plattform sollen Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Quelle: NPM / DMM