Betreiber von zehn IHG-Hotels zahlungsunfähig

Die Düsseldorfer Tidal Operations Germany GmbH, die zehn Hotels der IHG-Marken Crowne Plaza, Holiday Inn, Holiday Inn Express in Deutschland betreibt, hat Insolvenz angemeldet. Gegenstand der TOG war der Betrieb und die unternehmerische Führung von Hotels und Gaststätten, sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art im Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes; der Betrieb und das Verwalten von Immobilien aller Art, insbesondere von Immobilien, welche dem Hotel- und Gaststättengewerbe dienen.

Der Betreiber von zehn IHG-Hotels in Deutschland, TOG, darunter das Crowne Plaza Hamburg City Alster, ist pleite. Foto: IHG

Der Betreiber von zehn IHG-Hotels in Deutschland, TOG, darunter das Crowne Plaza Hamburg City Alster, ist pleite. Foto: IHG

Tidal Operations betrieb das Holiday Inn München City Center mit über 500 Zimmern, das Crowne Plaza Hamburg City Alster, sowie acht Holiday Inn Express-Häuser (Berlin City Center, Dortmund, Düsseldorf City Center North, Frankfurt-Flughafen, Frankfurt Messe, Troisdorf, Köln-Mülheim, München Messe). Das Heidelberger Crowne Plaza war schon am  31. Juli 2020 geschlossen worden. Seinerzeit fanden die Hotelgäste wurden am Donnerstag, 30. Juli 2020 plötzlich die Nachricht in ihrem Zimmer vor „… aufgrund einer kurzfristigen Entscheidung des Betreibers wird das Hotel morgen, 31. Juli, geschlossen. Bitte kontaktieren Sie die Rezeption bezüglich Ihrer Zimmerreservierung." Dort teilte man den Hotelgästen mit, dass sie das Hotel bis Freitag, 31. Juli 2020, 14 Uhr, verlassen müssten.

Das Amtsgericht Düsseldorf hatte Anfang September 2020 den Sanierungsexperten Michael Bremen von der Pluta Rechtsanwalts GmbH (PLUTA gehört zur Spitzengruppe der Sanierungs- und Restrukturierungsgesellschaften in Deutschland, Italien und Spanien) zum Insolvenzverwalter der Gesellschaft berufen. Zuvor hatte der Gläubigerausschuss der Fortführung der Hotelbetriebe zugestimmt. Seit Sommer 2020 war Bremen bereits als vorläufiger Verwalter tätig. Michael Bremen, Fachanwalt für Insolvenzrecht, startete jetzt den Investorenprozess für die Tidal Operations Germany GmbH (TOG). TOG betreibt zehn Hotels unter den Marken Holiday Inn, Holiday Inn Express und Crowne Plaza in deutschen Großstädten. Zuvor hatte der Gläubigerausschuss der Fortführung der Hotelbetriebe zugestimmt.

Der Insolvenzverwalter war bereits seit Sommer 2020 als vorläufiger Verwalter tätig. Die Hotels wurden nach dem bundesweiten Lockdown wiedereröffnet. Zu dem Portfolio zählen das Crowne Plaza Hamburg City Alster sowie das Holiday Inn München City Center sowie acht Holiday Inn Express Hotels (Berlin City Center, Dortmund, Düsseldorf City Center North, Frankfurt Airport, Frankfurt Messe, Köln Troisdorf, Köln Mülheim sowie München Messe). Das Crowne Plaza in Heidelberg wurde wegen des baulichen und technischen Zustandes zum 31. Juli 2020 geschlossen. Die zugehörigen Immobilien sind nicht im Besitz der Gesellschaft.

Insgesamt arbeiten aktuell 248 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit in den zehn Hotels. Michael Bremen, zu dessen Sanierungsteam Rechtsanwalt Oliver Westkamp und Steuerberater Joachim Bauer gehören, erklärt: „Corona stellt die gesamte Hotel-Branche vor immense Herausforderungen. Während des Lockdowns erzielten die Hotels keine Umsätze. Die Auslastung der Hotels ist im Vorjahresvergleich erheblich geringer; die hohe Fixkostenremanenz lässt Einsparungen in dieser Höhe nicht zu. Unsere Planung unterliegt einem strikten und laufenden Kostenmanagement. In den vergangenen Wochen haben die motivierten Mitarbeiter maßgeblich dazu beigetragen, eine Fortführung unter erhöhten hygienischen Standards bestmöglich zu gewährleisten.“

Ziel des zusammen mit den Vermietern aufgesetzten Investorenprozesses ist es, bis spätestens Jahresende einen neuen Betreiber des Portfolios zu finden. Die Fortführung der Hotelbetriebe beruht auf Vereinbarungen des Insolvenzverwalters mit den Vermietern und der InterContinental® Hotels Group (IHG) über eine Subordination von Miet- und Lizenzzahlungen. Die IHG hat zudem das Hotelmanagement übernommen. Quelle: PLUTA Rechtsanwalts GmbH / DMM