CES leidet unter Schrumpfkur

Die erste große Tech-Präsenzmesse der Welt, die Consumer Electronics Show (CES) 2022, die am Mittwoch, 05. Januar 2022, startet, muss zum einen ohne die großen namhaften Aussteller auskommen, zum anderen erwartet das Team um Gary Shapiro, Präsident und CEO des CES-Veranstalters CTA, sehr viel weniger Besucher. Grund: Omikron breitet sich rasant in den USA aus. Erschwerend kommt hinzu, dass die Airlines infolge vieler infizierter fliegender Personale hunderte Flüge nicht durchführen können. Außerdem behindern Schneestürme im Osten der USA und die heftigen Schneefälle in den westlichen Bundesstaaten den Verkehr.

Viele wichtige Player aus der IT-, Unterhaltungs- und Automobilbanche fehlen diesmal auf der CES in Las Vegas. Foto: CTA

Viele wichtige Player aus der IT-, Unterhaltungs- und Automobilbanche fehlen diesmal auf der CES in Las Vegas. Foto: CTA

2021 fand die Elektronikshow nur virtuell und digital statt. Das war laut Veranstalter nichts Halbes und nichts Ganzes und vor allem ein finanzielles Desaster. In diesem Jahr sollte wieder Normalität einkehren. Dass bei der CES 2022 so etwas wie Normalität herrschen könnte, diese Euphorie ist längst verflogen. Denn die Pandemie und ein Absagen-Hagel beherrschen alles Geschehen. Zutritt haben ausschließlich Personale der Aussteller sowie Besucher, die vollständig geimpft sind und Masken sind während des gesamten Besuchs zu tragen. Ferner muss jeder beim Eintritt einen negativen COVID-19-Test nicht älter als 24 Stunden vorlegen. In weiser Voraussicht hat der Veranstalter CTA die Messe auf nur drei Tage verkürzt.

Die Verkürzung hat in erster Linie finanzielle Gründe, sehr zum Leidwesen der CTA. Denn viele prominente Player bleiben der CES diesmal fern. Darunter sind die Elektronik- und IT-Riesen Microsoft, Intel, AMD, Meta (Facebook, Instagram), Google, Amazon, Lenovo, IBM, Harman, Panasonic, AT&T, T-Mobile, MSI, Nvidia, OnePlus, Pinterest, Procter & Gamble, TikTok, Twitter. Durch Abwesenheit glänzen ferner BMW, Daimler, General Motors usw.. Absagen hagelte es kurzfristig auch seitens der wichtigen Medien und auch aus der Gadget-Szene. Vor Ort sind zwar an die 2.100 Aussteller, die meisten aber sind nur kleinere Unternehmen und Start-ups. Ein Besuch vor rt lohnt, zumindest für Europäer, kaum.

Zwei Trends werden auf der CES auszumachen sein: Neue Entwicklungen in Sachen autonomes Fahren inklusive E-Mobilität und die Entwicklung des Metaversums. Das Metaversum ist ein kollektiver virtueller Raum, der durch die Konvergenz von virtuell erweiterter physischer Realität und physisch persistentem virtuellen Raum entsteht – einschließlich der Summe aller virtuellen Welten, der erweiterten Realität und des Internets. Quelle: CTA / CNN / DMM