China beschert deutschen Unternehmen hohe Verluste

Wegen der zweiten Corona-Infektionswelle in ganz Europa, Nord- und Südamerika fürchten die kommunistischen Machthaber den Import von Corona-Fällen durch Business Traveller. Mit neuen Vorschriften schottet sich das Reich der Mitte ab.

Shenzhen ist eine moderne Metropole im Südosten Chinas, die Hongkong mit dem chinesischen Festland verbindet und Chinas Hauptstadt der Hardware, in der viele deutsche Unternehmen zuhause sind. Foto wikipedia.

Shenzhen ist eine moderne Metropole im Südosten Chinas, die Hongkong mit dem chinesischen Festland verbindet und Chinas Hauptstadt der Hardware, in der viele deutsche Unternehmen zuhause sind. Foto wikipedia.

China hatte mit strengen Maßnahmen wie Massentests, strikter Quarantäne, genauer Nachverfolgung von Kontaktpersonen und Einreisebeschränkungen versucht, die Seuche unter Kontrolle zu bringen. Ob dies tatsächlich gelungen ist, darüber streiten sich die Geister. Es gibt aus dem Land auch gegenteilige Meldungen, wonach Corona alles andere als besiegt sein soll. Nun aber drehen die Machthaber in Peking den Spieß um und setzen "aus Sorge vor einer Einschleppung des Coronavirus" auf rigide Kontrollen insbesondere europäischer Geschäftsreisender, sofern es die überhaupt noch gibt. U.a. patrouillieren starke Polizeikräfte an den großen Airports und ziehen jeden aus dem Verkehr, der ihnen Corona-verdächtig erscheint.

Laut Deutscher Außenhandelskammer hat die Coronapandemie Dienstreisen zwischen Deutschland und seinem wichtigsten Handelspartner in China um ein Vielfaches erschwert. Das liegt u.a. auch daran, dass es nur wenige reguläre Linienflüge zwischen Europa und China gibt. Um das Problem wenigstens etwas abzumildern, hat die deutsche Außenhandelskammer eine Reihe von Sondercharterflügen organisiert. Zwar sind in den Maschinen die Plätze begehrt. An Bord darf aber nur, wer einen Nachweis seines Arbeitgebers bzw. einer chinesischen Firma mit sich führt, dass er/sie dringend benötigt wird. Und haben Er oder Sie grünes Licht für ihren Businesstrip nach China bekommen, heißt es am Zielort sich in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben, die natürlich überwacht wird. Unterm Strich verlieren viele deutsche Unternehmen als Folge der Einreisebeschränkungen Unsummen.

Seit dem Frühjahr und bis weit in den Sommer hinein durften Ausländer überhaupt nicht mehr nach China. Die kommunistische Regierung der zweitgrößten Volkswirtschaft hatte einfach die Visavergabe ausgesetzt. Viel gebessert hat sich seit September indes wenig. Der Geschäftsreiseverkehr läuft nach wie vor schleppend, bestätigt die Deutsche Handelskammer in Peking. Quelle: Außenhandelskammer / DMM