Chipmangel: BMWs vorerst ohne Touchscreen

Von der „Halbleiterkrise“ sind nicht nur PC-, Smartphone- und Konsolenhersteller betroffen, sondern auch viele andere Branchen – beispielsweise die Automobilindustrie. Ein großes Ärgernis hält diesbezüglich BMW für seine Kunden bereit: Aus fast allen Modellen, die neu an Kunden ausgeliefert werden sollen, werden die Touchscreen-Funktionen entfernt. Nur so kann eine bessere Lieferbarkeit gewährleistet werden.

Begeistert sein dürften die BMW-Kunden, zuvorderst die Firmenkunden, von diesem Schritt nicht. Folgende Modelle wollen die Münchner vorerst ohne Touchscreen ausliefern: BMW 3 Serie, 4 Serie Coupe, Convertible und Gran Coupe (außer i4), X5, X6, X7 und Z4.

Sobald wieder ausreichend Chips verfügbar sind, soll es optional ein nachträgliches Upgrade auf einen Touchscreen geben. Das Upgrade soll dabei in etwa soviel kosten wie der Preisnachlass, den die BMW-Privat- und Firmenkunden zunächst für das Fehlen der Touchscreen-Funktionen erhalten.

Weil per Touchscreen nichts funktioniert, müssen alle Funktionalitäten über den Drive-Controller erfolgen.  BMW teilte mit, dass das Unternehmen auf die Krise infolge des Chipmangels habe reagieren müssen und ständig im Kontakt mit Zulieferern stehe. BMW gewährt Kunden einen Rabatt, wenn die Touchscreen-Funktionalität fehlt: 500 US-Dollar will der Hersteller dann international erlassen. Die Fahrzeuge sollen auch den BMW Backup Assistant einbüßen, wenn das optionale Parking Assistant Package gebucht wurde. Quelle: DMM