CO2-Steuer verteuert Tanken

Ab 01.01.2021 werden die Preise für Benzin und Diesel steigen, und das nicht zu knapp. Hintergrund ist die CO2-Steuer. Bei Benzin und Diesel steigen die Preise im Schnitt um 10 Cent pro Liter. Mobilitätsmanager sind gut beraten, die Mehrkosten bei ihren Fuhrparks zu kalkulieren oder an einen Umstieg auf alternative Antriebe zu denken.

Tanken wird ab 01.02.2021 dank CO2-Steuer teurer. Foto: Mobil in Deutschland

Tanken wird ab 01.02.2021 dank CO2-Steuer teurer. Foto: Mobil in Deutschland

Damit Deutschland die geplanten Klimaziele und die Verringerung des CO2-Ausstoß erreicht, hat die Bundesregierung die CO2-Steuer beschlossen, wie viele andere Länder auch. Damit gibt es ab 2021 einen festgelegten Preis je Tonne erzeugtes Kohlenstoffdioxid für Benzin, Diesel, Erdgas und Heizöl. Heißt: An der Tankstelle wird’s teurer. Zunächst ist der Preis für 1 Tonne CO2 mit 25 Euro angesetzt. Bezogen auf die Kraftstoffe steigt der Preis damit für Benzin um 7 Cent pro Liter und der Preis für Diesel um 8 Cent pro Liter. Hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer, sodass am Ende eine Spritpreis-Erhöhung von etwa 10 Cent pro Liter herauskommt. Das freilich ist nur der Anfang: Der CO₂-Preis soll jährlich angehoben werden und 2025 bei 55 Euro pro Tonne liegen.

Letztlich ist Treibstoff im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland sehr preisgünstig, sieht man einmal von den USA ab. Bemerkenswert hier zu Lande ist aber, dass kaum eine andere Ware in Deutschland derart hoch besteuert wird. So bedient man an der Zapfsäule drei Steuerarten: Mineralölsteuer, Ökosteuer und darauf noch die Mehrwertsteuer. Bei einem Benzinpreis von 1,20 EUR pro Liter werden heute schon knapp 85 Cent an den Staat gezahlt. Das sind 70 % nur für den Fiskus.

Dr. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland: „Für mich ist die neuerliche Steuerbelastung ganz klar das falsche Signal zur falschen Zeit. Die Autofahrer, die ohnehin schon viel zahlen, dürfen wieder einmal tiefer in die Tasche greifen. Die Bundesregierung nennt dies einen Anreiz, um auf klimafreundlichere Alternativen umzusteigen, ich nenne es dagegen einen Zwang und eine zusätzliche Belastung für uns Autofahrer.“ Quelle: Mobil in Deutschland / DMM