Corona bremst Pkw-Absatz aus

Im Februar 2020 sind die Absatzzahlen auf den internationalen Automobilmärkten erneut zurückgegangen. Der europäische Pkw-Markt (EU28 & EFTA) lag unter Vorjahresniveau. Und es wird im Märtz und April noch schlechter, zumal VW/Audi, Daimler, PSA etc. ihre Werke größtenteils geschlossen haben und die Produktion ruht.

In Europa wurden im Februar insgesamt 1,1 Mio. Pkw neu zugelassen, 7 % weniger als im Vorjahr. Unter den fünf größten Einzelmärkten fiel der Rückgang in Deutschland am deutlichsten aus (-11 %). Es folgt Italien mit einem Minus von 9 %. In Spanien ging das Marktvolumen um 6 % zurück. Frankreich und das Vereinigte Königreich verzeichneten einen Rückgang von 3 %. In den ersten zwei Monaten des Jahres wurden europaweit 2,2 Mio. Pkw neu zugelassen, 7 % weniger als im Vorjahr. 

Im Gegensatz zu Europa stieg in den USA das Volumen der Verkäufe im Februar um 8 % auf 1,4 Mio. Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) an. Dabei ging der Absatz bei den Pkw um 5 % zurück, während das Light-Truck-Segment um 14 % zulegen konnte. Die Verkaufszahlen wurden im Februar u.a. durch zwei zusätzliche Arbeitstage in die Höhe getrieben. Im Jahresverlauf steht in den USA bis einschließlich Februar ein Plus zu Buche. 2,5 Mio. verkaufte Light Vehicles bedeuten einen Zuwachs von 4 %. Allerdings wird sich diese positive Nachricht im März und den Folgemonaten ebenfalls ins Negative umkehren, da auch Nordamerika vom Coronavirus erfasst worden ist.

In China, wichtigster Absatzmarkt der deutschen Autbauer, hat die Corona-Krise im Februar bereits voll durchgeschlagen. Das Pkw-Marktvolumen ist um 82 % (!) auf 224.000 Einheiten eingebrochen. Nach dem chinesischen Neujahrsfest wurden weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft gesetzt. Dies hatte massive Auswirkungen auf den Pkw-Absatz. In den ersten zwei Monaten des Jahres wurden in China 1,8 Mio. Neufahrzeuge verkauft, 44 %t weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Quelle: VDA / DMM