Corona: Keine Lockerungen in Sicht

In ganz Europa breitet sich Corona weiter rasant aus, auch in Deutschland. Daher hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag, 16. November 2020 weitere drastische Kontaktbeschränkungen angekündigt. Ein Sinken der Neuinfektionszahlen ist noch nicht absehbar. Zwar stabilisieren sich die hohen Fallzahlen leicht, aber dies sei nicht ausreichend für etwaige Lockerungen, sagte Merkel in der Sitzung des CDU-Präsidiums.

Voraussichtlich erst am 23. November sollen weitere Restriktionen für den Monat Dezember 2020 bis Weihnachten und für das neue Jahr 2021 beschlossen werden. Der aktuellen Beschlussvorlage zufolge sollen die Kontakte im privaten Bereich weiter zu reduziert werden.

Die Kanzlerin will am Montagnachmittag, 16.11.2020 bei einer Bund-Länder-Videokonferenz mit den MinisterpräsidentInnen der Länder über weitere Einschränkungen beraten. Fakt ist, dass es bis auf Weiteres keine Lockerungen geben wird. Die Länderchefs sollen u.a.  abnicken, dass sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dürfen und auf private Feiern bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet wird. Den Vorschlägen fallen u.a. auch zahllose geplante Weihnachtsfeiern zum Opfer. Sollten die aktuellen Schließungen in der Gastronomie verlängert werden, müsse es dafür staatliche Entschädigung geben, forderte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im ZDF.
In der Beschlussvorlage ist zu lesen:

  1. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll nach dem Willen des Bundes nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet sein. "Dies gilt verbindlich und Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert". Alle weiteren Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind verboten.
  2. Der Bund empfiehlt allen Menschen mit Erkältungssymptomen und insbesondere bei Husten und Schnupfen, sich unmittelbar nach Hause in Quarantäne zu begeben. Dort sollen sie fünf bis sieben Tage bis zum Abklingen der Symptome verbleiben. Die Krankschreibung soll telefonisch durch den Hausarzt erfolgen. In Absprache mit dem Arzt sei zu klären, ob ein Corona-Test erforderlich ist.
  3. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes soll für Schüler aller Jahrgänge und für Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts vorgeschrieben werden. Zudem sollten die Klassen - sofern keine größeren Räume zur Verfügung stehen - halbiert und in festen Gruppen eingeteilt unterrichtet werden. Auch in Schulbussen sei der Mindestabstand von 1,5 m sicherzustellen.
  4. Alte, Kranke oder Personen mit Vorerkrankungen sollen vergünstigte FFP2-Masken erhalten.
  5. Da eine vollständige Nachverfolgung von Kontakten oft nicht möglich ist, sollen bei Ausbruchsgeschehen in einem bestimmten Cluster wie einer Schule oder einem Unternehmen die Maßnahmen wie eine Quarantäne auch ohne positives Testergebnis angewendet werden. Quelle: CDU / DMM