DB erhöht Fahrpreise durch die Hintertür

Seit einigen Tagen sind die Fahrten mit der Deutschen Bahn ab Fahrplanwechsel im Dezember 2019 online und buchbar. Dabei zeigt sich, dass entgegen den allgemeinen Aussagen des Klimapaketes Bahnfahren preiswerter zu machen, die Spanne des differenzierten Flexpreises, also des Normalfahrpreises, still und leise auf bis zu 33 % erhöht worden ist. Damit setzt die Deutsche Bahn noch schnell auf eine Abschöpfungsstrategie.

Die Deutsche Bahn variiert seit drei Jahren ihren sogenannten differenzierten Flexpreis an verschiedenen Wochentagen. Das ist der Preis, der ohne Vorausbuchung und Festlegung auf einen bestimmten Zug gezahlt werden muss. Umweltfreundliche Stammkunden halbieren ihn mit einer BahnCard50. Eben dieser Normalpreis – z.B. einer Bahnfahrt von Augsburg nach Hamburg mit dem ICE variiert ab Fahrplanwechsel zwischen 130,50 Euro und 173,50 Euro. Das ist eine Differenz von 43 Euro oder 33 Prozent.

Jörg Bruchertseifer, stv. Bundesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN, fürchtet, dass die „Strategie den Feiertagsverkehr deutlich zu verteuern dazu führen wird, dass diese Fahrten dann mit dem Auto stattfinden werden. Mit dieser Preispolitik und der Preiserhöhung durch die Hintertür werde weder die Umwelt entlastet, noch sei sie eine Einladung die Eisenbahn zu nutzen. Klare und ehrliche Information der Kunden sieht anders aus. Quelle: PRO BAHN / DMM