Defender mit neuen Karosserievarianten und Motoren

Die komplett neuentwickelte Generation der britischen Allradlegende Land Rover Defender steht im Modelljahr 2021 mit einer Vielzahl an weiteren Karosserievarianten und Innovationen bereit – neue Motoren und Antriebe ebenso wie zusätzliche Modelle. So gibt es demnächst den Defender P400e als Plug-in Hybrid, daneben gleich drei neue, hochmoderne Ingenium-Diesel in Reihensechszylinder-Anordnung. Dazu erweitert die neue Ausstattungsvariante X-Dynamic die Modellvielfalt, während sich der als Modell 90 oder 110 lieferbare Defender Hard Top vornehmlich an gewerbliche Nutzer mit großem Platzbedarf im Ladeabteil wendet.

Defender in der neuen Ausstatungsvariante X-Dynamic. Foto: JLR

Defender in der neuen Ausstatungsvariante X-Dynamic. Foto: JLR

Der Plug-in Hybridantrieb repräsentiert eine der wichtigsten Neuerungen im Modelljahrgang 2021 des Land Rover Defender. Er ist mit dem Defender 110 kombinierbar und überzeugt gleichermaßen mit Leistung wie mit Wirtschaftlichkeit. Zugleich ist der Defender P400e das vielseitigste und robusteste elektrifizierte Modell aus dem Haus Land Rover. Es bietet eine enorme Bandbreite an Fähigkeiten sowie eine Karosseriegeometrie und Geländeeigenschaften, die im Segment der Fullsize-Geländewagen mit Plug-in Hybridantrieb ihresgleichen suchen. Der Defender P400e lässt sich außerdem rein elektrisch mit Geländeuntersetzung fahren.

Das Antriebspaket des Defender P400e wird gebildet von einem 2.0 Liter Vierzylinder-Benzinmotor aus der Ingenium-Reihe mit 221 kW (300 PS) sowie einem Elektromotor, der weitere 105 kW (143 PS) bereitstellt und auf einen 19,2-kWh-Akku (15,4 kWh effektiv) zurückgreifen kann. Gemeinschaftlich erzeugen die beiden Triebwerke eine Systemleistung von 297 kW (404 PS) und lassen den Defender Plug-in Hybrid bis zu 53 km rein elektrisch zurücklegen. Der P400e weist niedrige kombinierte CO2-Emissionen von 66-64 g/km und einen kombinierten Normverbrauch von 2,9-2,8 Litern auf 100 Kilometer und einem Stromverbrauch von 24,5- 23,8 kWh/ 100 Kilometer auf. Dies geht jedoch nicht zulasten der Fahrleistungen, denn der Defender P400e beschleunigt in knappen 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht ein Maximaltempo von 209 km/h.

Der Defender P400e besitzt serienmäßig elektronisch geregelte Luftfederung, 20-Zoll-Leichtmetallfelgen und einen Ladeanschluss auf der linken Fahrzeugseite. Hier wird das Mode-3-Ladekabel angeschlossen, das gleichfalls zur Serienausstattung gehört. Ein Mode-2-Ladekabel ist optional lieferbar. Mit dem Mode-3-Kabel erhält der Akku in rund zwei Stunden 80 % seiner Energie zurück. Mit dem Mode-2-Ladekabel dauert es zirka sieben Stunden, was für die Aufladung zu Hause über Nacht ausreicht. An einer 50-kW-Schnellladestation wird der Energiespeicher des Defender P400e in knappen 30 Minuten zu 80 % wieder befüllt.

Neben der Wahlmöglichkeit zwischen fünf oder sechs Sitzen verfügt das Fahrzeug serienmäßig über 3-Zonen-Klimaautomatik, dunkel getönte Scheiben ab der B-Säule und Wärmeschutzverglasung. Weiterhin kommt hier ein regeneratives Bremssystem an Bord, das entscheidend zur hohen Effizienz der Modellvariante beiträgt. Denn das System rekuperiert Bremsenergie, das heißt es fängt die normalerweise beim Bremsen oder Verzögern verloren gehende Energie auf und leitet sie zurück zum Fahrzeugakku.

Auch off the road zeigt der PHEV-Antrieb besondere Qualitäten. Der lineare Drehmomentverlauf des Elektromotors sowie der sanft und kraftvoll agierende Benziner verschaffen dem Defender gemeinschaftlich ein Höchstmaß an Flexibilität. Die Antriebsquellen harmonieren dabei perfekt mit den hochentwickelten Systemen, die den Defender als robustestes, strapazierfähigstes und vielseitigstes Modell aus Land Rover Produktion qualifizieren.

Rein elektrisch kann der Defender P400e mit normaler und mit Geländeuntersetzung betrieben werden. Da die neue Plug-in Hybridvariante daneben die gleiche Fahrzeuggeometrie wie die übrige Defender Palette aufweist, macht der Defender im Hinblick auf seine Fähigkeiten keinerlei Unterschiede – ganz gleich, welcher Antrieb unter der Motorhaube steckt. Die maximale Anhängelast des Defender P400e beträgt volle drei Tonnen, während die statische Dachlast 300 und die dynamische Dachlast 168 kg betragen.

Premiere im Defender der Generation 2021 feiern neue Reihensechszylinder-Diesel aus der unternehmenseigenen Ingenium-Motorenfamilie. Die Selbstzünder glänzen mit mehr Drehmoment und Laufruhe bei optimierter Effizienz. Entscheidend dazu bei trägt die Ausrüstung der Diesel mit Mild-Hybridtechnologie – und das neue Antriebssystem Intelligent All-Wheel Drive, das bei den neuen Reihensechszylinder-Dieseln serienmäßig vorhanden ist.

Neue Diesel-Topmotorisierung im Defender ist die Variante D300. Sie stellt 220 kW (300 PS) und 650 Nm maximales Drehmoment bereit. Damit spurtet der Defender 90 in 6,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Vor allem die hohe Drehmomentabgabe qualifiziert das neue Triebwerk bestens für den Einsatz im Defender, der auf der Straße wie im Gelände seine Vorzüge auszuspielen weiß. Am niedrigen Verbrauch und den geringen Emissionen der neuen Diesel ist in entscheidendem Maß ihre Mild-Hybridtechnologie beteiligt. Sie sorgt zum einem für ein besonders effektives Start-Stopp-Verhalten und ein sofortiges Abschalten des Motors im Stand. Zum anderen bewirkt die MHEV-Technik, dass die üblicherweise beim Bremsen oder Verzögern verloren gehende Energie rekuperiert werden kann. Die zum Akku zurückgeführte Energie kann später wieder sinnvoll genutzt werden – zum Beispiel als zusätzlicher „Booster“ beim Beschleunigen.

Insgesamt drei Leistungsstufen des neuen Ingenium-Reihensechszylinders stehen zur Wahl: Neben der Topmotorisierung D300 der D250 mit 183 kW (249 PS) und 600 Nm Drehmoment-maximum sowie der D200, der 147 kW (200 PS) und ein maximales Drehmoment von 500 Nm in die Waagschale werfen kann. Während die kombinierten Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte des D250 und D200 mit 7,6-7,7 Litern pro 100 Kilometer bzw. ab 199 g/km identisch sind, beläuft sich die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h beim Defender 110 D250 auf 8,3 Sekunden und beim Defender 110 D200 auf 10,2 Sekunden.

Neue Ausstattungsvariante. Mit der Ausstattungsvariante X-Dynamic erweitert Land Rover die Palette der Wahlmöglichkeiten beim neuen Defender nochmals. Der Name X-Dynamic deutet an, welche Möglichkeiten in der neuen Version stecken. Wie alle Defender präsentiert er sich in erster Linie robust und leistungsstark. Eine ganze Reihe individueller Merkmale betont hier jedoch besonders die Widerstandsfähigkeit des Modells. An der Karosserie zählen hierzu Elemente wie der vordere und hintere Unterfahrschutz in Silicon Satin sowie die dazu passenden Kühlergrillleisten und Schriftzüge plus die in Satin Black gestaltete hintere Abschleppöse.
Die Leichtmetallräder des Defender X-Dynamic besitzen ein Finish in Satin Dark Grey/Gloss Black, während Außenspiegelkappen, Scheibeneinfassungen, Schweller und Radkastenschutz in Narvik Black gehalten sind. Im Innern zeigt der neue Defender X-Dynamic beleuchtete Edelstahl-Einstiegsleisten sowie Robustek-Material in Duotone-Farbgestaltung für die Sitzbezüge sowie Kontrastnähte und Konsolendekor aus Robustek. Robustek ist hochbelastbares Material mit hervorragenden Schutzeigenschaften – angelehnt an Textilien für den extremen Outdoor-Einsatz.

Robustek zählt zur Serienausstattung des neuen Defender X-Dynamic, wobei Farbgestaltung und korrespondierende Materialien je nach gewähltem Ausstattungspaket variieren. Defender X-Dynamic S und SE besitzen genarbtes Duotone-Leder mit Robustek-Akzenten, während der Defender X-Dynamic HSE Duotone-Windsor-Leder mit Robustek-Akzenten aufweist. Bei den Farben der Sitzbezüge besteht die Wahl unter Ebony/Khaki, Ebony/Acorn und Ebony/Lunar. Gekennzeichnet wird der neue Defender X-Dynamic weiterhin von speziellen Lösungen für Schriftzüge im Innenraum und Dekorelemente an der Mittelkonsole. Außerdem verfügt dieses Modell über einen Querträger in Hellgrau, einen Morzine-Dachhimmel in Ebony und Türgriffe in seidenmattem Eiger Grey.

Weitere Möglichkeiten zur Personalisierung durch neue Farben und Optionen. Den Defender Kunden eröffnet Land Rover im Modelljahrgang 2021 noch mehr Möglichkeiten, ihr Fahrzeug ganz auf den persönlichen Geschmack abzustimmen: mit einer vergrößerten Farbauswahl, zusätzlichen Optionen und neuen Zubehörpaketen.

Die Farbpalette des Defender erhält Zuwachs durch die neuen Töne Yulong White, Silicon Silver, Hakuba Silver und Carpathian Grey – alle Farben können mit einem Dach in schwarzer oder weißer Kontrastlackierung kombiniert werden. Hinzu kommen zusätzliche Wahlmöglichkeiten bei der Ausstattung, wie dem nun auch für den Defender 110 verfügbaren Faltdach aus Stoff, den Premium-LED-Scheinwerfern mit LED-Signatur, dem Meridian-Soundsystem, dem Head-up-Display oder den Nebelscheinwerfern. Auch das Angebot an Optionspaketen wurde nochmals breiter. Zur Verfügung stehen ein Toter-Winkel-Assistenzpaket, ein Family-Paket und ein Family-Comfort-Paket. Im Family-Paket enthalten sind unter anderem eine dritte Sitzreihe mit 3-Zonen-Klimaautomatik, eine Kühlbox hinten und Luftionisierung im Innenraum, im Family-Comfort-Paket zudem Sitzheizung.

Ab 2021 bestellbar: Land Rover Defender 90. Nach dem Land Rover Defender 110 startet Anfang 2021 auch der Defender 90 in den Verkauf – damit erhalten Kunden die Wahlmöglichkeit unter zwei Karosserievarianten und einer Fülle an Ausstattungsdetails, Optionen und Zubehör.

Mit Ausnahme des P400e Plug-in Hybrid wird der Defender 90 von den gleichen Aggregaten angetrieben, die im Defender 110 ihren Dienst versehen: moderne und leistungsstarke Benziner und Diesel aus der Ingenium-Motorenfamilie, bei denen Mild-Hybridtechnologie für Effizienz und Sauberkeit bürgt. Weiterhin kann der Defender 90 mit bis zu sechs Sitzplätzen bestückt werden, wenn man sich vorn für den klappbaren Notsitz entscheidet.

Als Benzinantriebe stehen im Defender 90 die Alternativen P300 und P400 bereit, als Diesel die neuen Ingenium-Reihensechszylinder D200, D250 und D300. Wie im „großen Bruder“ Defender 110 sind auch im 90er sämtliche Triebwerke mit einer sanft schaltenden Achtstufenautomatik gekoppelt. Aufseiten des Antriebs bilden die Benziner eine Einheit mit permanentem Allradantrieb, während die neuen Diesel mit dem ebenso neu eingeführten Intelligent All-Wheel Drive zusammenwirken. Weiterhin gehört zum Technikpaket aller Varianten das konfigurierbare Terrain Response – und eine durchdachte Karosseriegeometrie mit eindrucksvollen Böschungswinkeln, die im Übrigen bei Defender 90 und 100 identisch sind. Hinzu kommt bei den Varianten mit elektronisch geregelter Luftfederung ein erstklassiger Rampenwinkel, der die legendären Geländeeigenschaften des Defender abrundet.

Im Innern teilt der Defender 90 das Interieurdesign des größeren Defender 110 – und dessen enorm breite Modellauswahl: Zur Verfügung stehen die Versionen Defender, X-Dynamic, First Edition, X, S, SE, HSE. Jede Variante bietet eine Fülle an Farben und Ausstattungsdetails, die das reich bestückte Technikpaket des britischen 4x4-Stars abrunden. Auf der Grundfläche einer Familien-Fließhecklimousine der Kompaktklasse bietet der Defender 90 großzügig Platz für bis zu sechs Fahrgäste. Für Defender 110 und 90 sind weiterhin vier Zubehörpakete lieferbar: Adventure, Country, Explorer und Urban.

Defender Hard Top: der Defender für harte Arbeit. Mit dem neuen Defender Hard Top stellt Land Rover kommerzielle Modelle für den harten Arbeitsalltag bereit – als Defender 90 und 110. Entwickelt wurden die gewerblichen Modellvarianten von der Abteilung Land Rover Special Vehicle Operations. Ihr gelang nicht mehr und nicht weniger als die Neuerfindung einer Land Rover Legende, zählen doch Hard Top-Versionen seit Jahrzehnten zum Angebotsprogramm des Defender und seiner Vorfahren.

In der Neuauflage der Generation 2021 brilliert der Defender Hard Top mit ultimativer Praxistauglichkeit und Strapazierfähigkeit. Er stellt Unternehmen und Selbstständigen einen riesigen, flexibel nutzbaren Laderaum zur Verfügung – als robustestes und unempfindlichstes Mitglied der Defender Familie.

Der Defender Hard Top punktet mit hervorragenden Geländeeigenschaften, Zweckmäßigkeit und jeder Menge Platz. Für den Defender Hard Top 110 weist das Datenblatt eine Nutzlast von bis zu 800 kg aus, außerdem eine maximale Anhängelast von 3,5 Tonnen. Da im Defender Hard Top keine zweite oder gar dritte Sitzreihe vorhanden ist, bleibt reichlich Stauraum. So kann die Variante 110 bis zu 2.059 Liter Ladung an Bord nehmen, der Defender Hard Top 90 immerhin noch 1.355 Liter. Entscheiden sich die gewerblichen Nutzer für die Ausstattung mit klappbarem Notsitz, können bis zu drei Personen auf dem Weg von und zur Arbeit in der ersten Reihe Platz nehmen. Weiteres Plus: Der von Land Rover entwickelte Innenrückspiegel mit ClearSight Smart View-Technologie gewährleistet einen ungestörten Blick nach hinten – selbst wenn Ladung oder der dritte Mitfahrer die rückwärtige Sicht beeinträchtigen sollten. Eine am Dach angebrachte Kamera liefert in diesem Fall ihr Bild auf das Innenspiegel-Display.

Der Laderaum des Defender Hard Top erleichtert mit vielen cleveren Lösungen zur Aufbewahrung und Fixierung den Arbeitsalltag – und erlaubt so die maximale Nutzung des zur Verfügung stehenden Raums. Dazu zählen Haken an der dachhohen Ladraumabtrennung, Zurrpunkte am Fahrzeugboden und verschließbare Staufächer unterhalb. Strapazierfähige Gummimatten und eine besonders helle Beleuchtung runden das konsequent praxisorientierte Design des Ladeabteils im Defender Hard Top ab. Die großen Seitenwände können mit individueller Werbung und Informationen bestückt werden.

Bei den Antrieben baut der Defender Hard Top ganz auf die neuen Ingenium-Reihensechszylinder-Diesel. Während der Defender Hard Top 90 mit dem D200 bestückt ist, besteht beim Defender Hard Top 110 die Wahl zwischen den Varianten D250 und D300. Alle Aggregate erfüllen dabei die Euro-6d-Final- und die RDE2-Norm. Bei Ausstattung und Optionen orientiert sich der neue kommerzielle Defender an den „normalen“ Modellversionen. So gibt es den Defender Hard Top in den Ausführungen S, SE und HSE – mit einer großen Extraportion Robustheit und Zweckmäßigkeit. Beim Fahrwerk kommt der Defender Hard Top serienmäßig mit passiver Stahlfederung zum Dienst. Optional sind für den Defender Hard Top 110 elektronisch geregelte Luftfedern lieferbar.

Für ernsthafte Offroad-Einsätze qualifiziert sich der neue Defender Hard Top mit einer Bodenfreiheit von 291 mm, einer Wattiefe von 900 mm, vorderen und hinteren Böschungswinkeln von 38 und 40 Grad sowie einem Rampenwinkel von 28 Grad – gemessen jeweils beim Defender Hard Top 110 in Geländehöhe.

Alle Ausführungen des Land Rover Defender Jahrgangs 2021 werden Anfang 2021 eingeführt. Quelle: JLR / DMM