DEHOGA fordert erneut Schadenausgleich

Die verschärften Corona-Regelungen haben verheerende Auswirkungen für Restaurants und Hotels klagt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband).

„Die Lage im Gastgewerbe verschlechtert sich von Tag zu Tag“, sagt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick. Die Betriebe erlebten eine gewaltige Stornierungswelle in der Vorweihnachtszeit. Viele könnten nicht mehr wirtschaftlich arbeiten. Hinzu käme das Risiko neuer umfassender Schließungen von Restaurants sowie drohende Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte durch das geänderte Infektionsschutzgesetz. Zöllick fordert als Mindestes, dass die durch die Corona-Maßnahmen entstandenen Schäden vollumfänglich ausgeglichen werden; denn die aktuellen Wirtschaftshilfen reichten nicht aus. Zöllick: „Alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe müssen in dieser herausfordernden Situation die notwendige Unterstützung erfahren. Der Schaden für Arbeitsplätze und Innenstädte wäre um ein Vielfaches größer, wenn man ihnen jetzt diese Hilfe versagen würde.“ Bestehende Förderlücken müssen geschlossen werden.

Weitere Forderungen:

  • Die geltenden Corona-Maßnahmen wie 2G Plus oder Sperrzeiten von 20 Uhr beziehungsweise 22 Uhr wie in Bayern und Sachsen führen zu so erheblichen Umsatzeinbußen, dass sich das Offenhalten der Betriebe nicht mehr lohnt. Die Kosten bei Öffnung sind höher sind als die zu erzielenden Umsätze. Wenn ein Betrieb aus diesen Gründen schließt, ohne dass eine amtliche Anordnung vorliegt, muss der Anspruch auf Überbrückungshilfe gewährleistet sein.
  • Der Eigenkapitalzuschuss wie auch die Personalkostenpauschale sind bei der Überbrückungshilfe III Plus für November und Dezember sowie bei der Überbrückungshilfe IV ab Januar zu erhöhen. Ist dies rechtlich nicht möglich, so ist dies anderweitig zu kompensieren.
  • Dass Unternehmen bei der Überbrückungshilfe IV nur noch bis zu 90 % der Fixkosten erstattet bekommen sollen und nicht mehr wie bisher zu 100 %, stößt auf massive Kritik des DEHOGA. Der Verband fordert die Rückkehr zur alten Regelung.
  • Und im Zusammenhang mit dem verlängerten und verbesserten Kurzarbeitergeld mahnt der DEHOGA die 100 %ige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge an. Quelle: DEHOGA / DMM