Delta schickt alle Tripleseven in Rente

Delta Air Lines, weltweit zweitgrößte Fluggesellschaft (nach Anzahl der Flugzeuge), will ihre 18 Großraumjets Boeing 777 schon zum Ende 2020 außer Betrieb setzen. Die über 20 Jahre alten Widebodies 777-200ER und -200LR werden angesichts der zusammengebrochenen Nachfrage nicht mehr benötigt.

Delta stellt zum Jahresende 2020 alle 18 B 777-200ER und -200LR ab. Foto: wikimedia

Delta stellt zum Jahresende 2020 alle 18 B 777-200ER und -200LR ab. Foto: wikimedia

In einer Mitteilung der Fluggesellschaft heißt es, dass die Abstellung der 18 Tripleseven und zahlreicher weiterer kleinerer Maschinen das Budget um etwa 1,7 Mrd. US-Dollar entlastet. Das Luftfahrtunternehmen, das in Atlanta (Georgia) beheimatet ist, setzt auf effizienteres Großraumflugzeuge wie den A330neo (32 bestellt) oder A350-900 (26 bestellt).
Es war keine leichte Entscheidung, die älteren B 777 aus unserer Flotte zu nehmen, sagte Delta Chief Executive Officer Ed Bastian in einem internen Schreiben an die Belegschaft. Die Tripleseven spielten vom ersten Tag an, als sie 1999 und in den Folgejahren in Dienst gestellt wurden, eine wichtige Rolle bei Aufbau und Expansion der Langstreckenmärkte. Sie waren auch Treiber, Delta zu einem global agierenden Luftfahrtunternehmen zu machen.

Die Ausflottung der B 777 ist ein wesentlicher Bestandteil des Sparprogramms, das sich Delta im Zuge der Covid-19-Krise verordnet hat. Doch damit nicht genug: Über 41.000 Beschäftigte sind in einen freiwilligen Urlaub gegangen, ihr Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung.

Anders als in Europa wird in den USA nicht um fragwürdige Gutscheinlösungen herumgeeiert. In den Vereinigten Staaten müssen die Fluggesellschaften bereits gebuchte und bezahlte Flüge zu 100 % rückerstatten. Delta z.B. hat seit Beginn der Pandemie über 1,2 Mrd. USD für solche Rückerstattungen aufgewandt. Quelle: Delta Air Lines / DMM