Deutsche Unternehmen sind Vorreiter im Corporate Payment

In Deutschland haben im europäischen Vergleich überdurchschnittlich viele Unternehmen (48 %) bereits Zahlungsmethoden eingeführt oder planen, dies zu tun. Aber auch in anderen Ländern Europas beschäftigen Firmen sich eingehend mit ihren Bezahlprozessen und tätigen Investitionen, um diese zu digitalisieren und zu optimieren. Das belegt eine Befragung des Corporate-Payment-Experten AirPlus von 534 Einkaufsverantwortlichen in neun europäischen Ländern.

Bei der Verbreitung von Corporate-Payment-Methoden (bereits erfolgt oder geplant) liegt Deutschland mit einer Zustimmung von 48 % unter den betrachteten Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich und Schweiz) ganz vorne. Im europäischen Durchschnitt gab mehr als jeder dritte Befragte (38 %) an, bereits Zahlungsmethoden eingeführt zu haben oder dies zu planen. Weitere 41 % informieren sich der Befragung zufolge derzeit über diese Option, während 11 % sich demnach bereits informiert haben, aktuell aber keine Einführung planen.

Bei den Zielgruppen der eingeführten Bezahllösungen handelt es sich laut den europäischen Befragten hauptsächlich um Kunden (von 72 % genannt), reisende Mitarbeitende (49 %) sowie Mitarbeitende aus dem Bereich Beschaffung (47 %). Hinsichtlich der Eigenschaften dieser Bezahllösungen sind die folgenden drei den Befragten am wichtigsten: Sicherheit (von 58 % genannt), Zuverlässigkeit (45 %) und Transparenz (31 %).

Automatisierung von Prozessen. Außerdem haben die meisten europäischen Unternehmen bereits Investitionen in die Automatisierung von Prozessen über digitale Plattformen oder Softwaremodule getätigt bzw. planen dies zu tun – und das in verschiedenen Anwendungsbereichen. Die Bereiche Kreditorenbuchhaltung, Betrugsprävention/Risikomanagement, Beschaffung, Debitorenbuchhaltung sowie Betriebskapital und Kredite erreichten alle Zustimmungswerte zwischen 80 und knapp 70 % (in absteigender Reihenfolge gelistet).

Risikominimierung weit oben auf der Prioritätenliste. Im Kontext des Zahlungsverkehrs gibt es verschiedene Themen, welche die Unternehmen besonders umtreiben. Allen voran sind dies:

  1. Die Minimierung des Risikos (von 34 % genannt)
  2. Die Vereinfachung des Bestell- und Zahlungsprozesses für die Mitarbeiter, damit diese sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können (25 %) und
  3. die Optimierung der Zahlungsfristen im Vergleich zu Rechnungen (25 %).

„Unternehmen haben erkannt, dass sie ihre Einkaufsprozesse mithilfe smarter, digitaler Bezahllösungen deutlich vereinfachen können und scheuen hier keine Investitionen“, kommentiert Stefan Wälde, Head of Business Development B2B Payments bei AirPlus. „Die Zeiten, in denen Mitarbeiter mit persönlichen Kreditkarten in Vorleistung gehen mussten – zum Beispiel bei der Beschaffung und Bezahlung über Online-Shops – und die Buchhaltung sich durch Berge von Papierrechnungen quälte, sind lange vorbei. Durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Procure-to-Pay-Experten können Unternehmen sich auf das konzentrieren, was für sie wirklich wichtig ist.“ Quelle: AirPlus / DMM