Deutscher Pkw-Markt schwächelt

Die Umstellung auf das neue Testverfahren WLTP (Worldwide Light-Duty Vehicles Test Procedure) wirkte sich auch im Oktober auf den Pkw-Inlandsmarkt aus: Im Oktober 2018 wurden 252.682 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Das sind 7,4 % weniger als im Vorjahresmonat. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen betrug 63,7 %. Insgesamt wurden in den ersten zehn Monaten dieses Jahres mit 2.926.046 Pkw +1,4 % mehr neu zugelassen als im selben Zeitraum des Vorjahres.

BMW verzeichnet Zuwächse. Foto: BMW

BMW verzeichnet Zuwächse. Foto: BMW

Bei den deutschen Marken zeigten sich zweistellige Zuwächse bei BMW mit +25,6 % gefolgt von Smart (+23,8 %), Mini (+20,4 %) und Mercedes (+19,2 %). Für Ford (+5,0 %) und Opel (+1,0 %) wies die Statistik jeweils eine einstellige Steigerung aus. Rückgänge zeigten sich bei Porsche mit -74,2 % am deutlichsten, gefolgt von Audi mit -64,0 % und VW mit -18,9 %. Mit einem Anteil von 16,2 % war VW trotz des Rückgangs anteilsstärkste Marke, gefolgt von Mercedes, deren Anteil an den Pkw-Neuzulassungen 12,6 % betrug.

Bei den Importmarken zeigte sich bei Mitsubishi mit +63,3 % im Oktober das deutlichste Zulassungsplus. Steigerungen von mehr als 20 % zeigten sich zudem bei Lexus mit +21,4 % und Volvo mit +20,5 %. Fiat (+15,7 %), Jeep (+15,6 %) und Mazda (+11,8 %) erzielten ebenfalls zweistellige Zuwächse. Zulassungsrückgänge von mehr als 30 % zeigten sich im Oktober bei Tesla (-61,5 %), Nissan (-51,6 %), Renault (-36,6 %), Land Rover (-35,6 %) und SSangyong (-34,6 %). Skoda erreichte bei den Importmarken trotz eines Rückgangs von -8,8 % den größten Neuzulassungsanteil (5,7 %), gefolgt von Hyundai, das trotz eines Minus von -2,6 % einen Neuzulassungsanteil von 3,7 % erreichte.

Mit 23,5 % waren die meisten der neu zugelassenen Pkw der Kompaktklasse zuzuordnen. 19,2 % der Neuwagen entfielen auf das Segment der SUVs, 15,6 % waren Kleinwagen. Die Segmente Wohnmobile (+39,4 %) und Minis (+12,9 %) wiesen zweistellige Steigerungen auf. Die deutlichsten Rückgänge zeigten sich in den Segmenten Sportwagen (-40,3 %), Utilities (-30,0 %), Vans (-28,5 %) und Mittelklasse (-27,7 %).

Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw gehen im Oktober um 16 % zurück. Auch in der kumulierten Betrachtung über zehn Monate sind die Dieselneuzulassungen rückläufig. Gut 935.600 Zulassungen stellen einen Rückgang von 19 % dar. Der Anteil der Diesel-Pkw am Gesamtmarkt liegt jetzt bei 32 % (Vorjahr 40 %).Rund zwei Drittel der Neuzulassungen waren Benziner (62,3 %/-5,3 %), 31,8 % waren Diesel-Pkw (-15,8 %). 4,4 % der Neuwagen waren Hybrid-Pkw (+31,5 %). Davon entfiel ein Anteil von 0,8 % (-30,8 %) auf die Plug-in-Hybride. 1,3 % waren Elektro-Pkw, die mit einem Plus von +55,5 % den größten Zuwachs verzeichneten. Ein Anteil von jeweils 0,1 % entfiel auf die flüssiggas- (343 Pkw/ +12,8 %) bzw. Erdgas betriebenen (206 Pkw/-49,9 %) Neuwagen.

Der Auftragseingang aus dem Inland lag im Oktober 8 % unter Vorjahresniveau, im bisherigen Jahresverlauf sind es minus 2 %. Ähnlich entwickelte sich der Auftragseingang aus dem Ausland: Im Oktober war ein Rückgang um 13 % zu verzeichnen, in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres erreichte der ausländische Auftragseingang nicht ganz das Vorjahresniveau (-1 %). Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagen stieg um +2,5 % auf 130,9 g/km (Vorjahresmonat: 127,6 g/km). Quelle: KBA / VDA / DMM