Die neuen Jeeps sind schon etwas ganz Besonderes

In Deutschland ist der Jeep Compass bei den Verkäufen der Marke die eindeutige Nr. 1. Europaweit ist es das kleinere Kompakt-SUV Renegade. Und auch der Wrangler behauptet eine gute Position: Im ersten Quartal 2019 legten dessen Verkäufe um 5,1 % zu. Beim Renegade und beim Compass dürfen sich die Kunden auf erstmalige Plug-in-Hybride der Marke freuen, die im Frühjahr 2020 bei den Händlern stehen werden. Schon vorher, nämlich in diesen Tagen, stehen die überarbeiteten Modelljahrgänge 2019 von Wrangler, Renegade und Cherokee zur Verfügung. Wir haben die Neulinge schon gefahren.

Der neue Wrangler ist so eine Art Alleskönner und daher für den einen oder anderen Geschäftsmann durchaus eine Kaufüberlegung wert. Foto: W. Hasselbring

Der neue Wrangler ist so eine Art Alleskönner und daher für den einen oder anderen Geschäftsmann durchaus eine Kaufüberlegung wert. Foto: W. Hasselbring

Drei Viertel aller Neuzulassungen von Jeep Cherokee landen bei Firmenkunden. Das ist nicht verwunderlich, ist doch der Cherokee ein hoch interessantes Geschäftsfahrzeug. Foto: W. Hasselbring

Drei Viertel aller Neuzulassungen von Jeep Cherokee landen bei Firmenkunden. Das ist nicht verwunderlich, ist doch der Cherokee ein hoch interessantes Geschäftsfahrzeug. Foto: W. Hasselbring

Generell ist es auch bei Jeep so wie bei den anderen Herstellern von geländetauglichen Fahrzeugen: Je größer und teurer, desto mehr werden die Fahrzeuge von gewerblichen Kunden geordert. Im Fall des Cherokee z.B. gehen 75 % aller Neuwagen in Deutschland an Unternehmen, beim Renegade sind es gute 40 %, beim Wrangler dürften es ähnlich viele sein.

Die legendäre US-Marke, seit Jahren Teil des italienisch-amerikanischen FCA-Konzerns, erlebte 2018 einen erneuten weltweiten Verkaufsrekord. Seit gut acht Jahrzehnten gilt das Fabrikat als Wegbereiter der Offroad-Technologien. Wer’s nicht weiß: Die Geschichte begann 1941 mit dem Willys-Overland MB, dem ersten leichten 4x4 Geländefahrzeug, gefolgt vom Willys Station Wagon, der 1946 der Pionier für das Konzept des Sport Utility Vehicle war. Der legendäre Ruf von Jeep für Offroad-Fähigkeiten hat bis heute Bestand. Komfort, Handling und Konnektivität ergänzten die Jeep SUV im Laufe der Zeit parallel zu ihrer Geländegängigkeit. 2020 werden die ersten Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEV) eine neue Ära einleiten. Die Hybridlösung von Jeep integriert das technische Layout jedes Jeep-SUV und wird sowohl den Renegade als auch den Compass antreiben. 

Renegade und Compass PHEV sollen eine rein elektrische Reichweite von etwa 50 km bieten und eine rein elektrisch erreichbare Höchstgeschwindigkeit von etwa 130 km/h. Kämen die Fahrzeuge jetzt noch mit Brennstoffzellenantrieb auf Wasserstoffbasis, das Glück wäre perfekt.
Die Elektro-Antriebe der beiden Jeep-Bestseller arbeiten jeweils mit einem neuen, 1,3 l Turbobenziner zusammen. Beim Renegade liegt die kombinierte Systemleistung im Bereich von 140 kW (190 PS) bis 177 kW (240 PS) und ermöglicht temperamentvolle Fahrleistungen wie die Beschleunigung von Null auf 100 km/h in ca 7 Sekunden. Die gleichen Werte (Homologation noch ausstehend) soll auch der Jeep Compass PHEV erreichen. Mit der Plug-in-Hybrid-Technologie sollen die CO2-Emissionswerte der beiden neuen Jeep-Modelle bei unter 50 g/km liegen.

Vor allem aber verbessert die Elektrifizierung die Geländegängigkeit der Jeep-Modelle, so der Hersteller.  Das schon beim Anlaufen sehr hohe Drehmoment des Elektromotors, verbunden mit der Möglichkeit, diese Kraft extrem präzise zu steuern, ist ideal für die Fahrt auf schwierigstem Gelände, wo eine besonders niedrige Untersetzung nötig ist. Man kann dies in Deutschland auf offiziellen Offroad-Parcours ausprobieren. Die neue, elektrische Vierradantriebs-Technologie (eAWD) treibt die Hinterachse nicht über eine Kardanwelle, sondern über den Elektromotor an. Dadurch können Vorder- und Hinterachse getrennt und unabhängig voneinander mit Drehmoment versorgt werden, was effektiver regelbar ist als mit einem rein mechanischen System. Beide PHEV-Modelle verfügen über ein Kombiinstrument und einen Infotainment-Bildschirm, die den Kunden Informationen über das tägliche Hybridfahren liefern.

Neuer Wrangler. Dass der ikonsche Wrangler so eine Art Ausnahmetalent ist, haben wir schon beschrieben. Die neue, vierte Generation bietet auch auf der Straße hohen Fahrkomfort und überzeugende Fahreigenschaften. Das Licht der Welt erblicken die Wrangler in Auburn Hills im US-Bundesstaat Michigan. Dem Design sind die Entwickler treu geblieben, verbessert aber haben sie den Geländegänger mit fortschrittlichen Technologien. Die Kunden können unter zwei vollautomatischen Vierradantrieben (Command-Trac oder Rock-Trac) wählen, unter  elektrischen Tru-Lock Vorder- und Hinterachs-Sperren, Trac-Lok Sperrdifferenzial mit begrenztem Schlupf und elektronisch entkoppelbarem Vorderachs-Stabilisator. Damit ausgerüstet können sich die Kunden auf City-Boulevards, auf Fernstraßen und im harten Gelände bewegen. Auf Wunsch auch mit noch mehr Open Air Freiheit und allerlei Assistenzsystemen sowie Konnektivität. Die vierte Generation ist in den drei Ausstattungen Sport, Sahara und Rubicon – jeweils als Zwei- oder Viertürer – und auf Wunsch mit dem neuen, hochwertigen Overland-Paket für die Version Sahara zu haben.

Neue Antriebe. Neben dem 2.2 MultiJet II Turbodiesel ist der Wrangler auch mit einem neuen Vierzylinder-Reihenmotor bestellbar. Der 2.0 T-GDI ist mit einem Achtgang-Wandlerautomatik-Getriebe verbunden und ersetzt in Europa den bisherigen 3.6 V6 Pentastar-Motor mit Fünfgang-Automatikgetriebe als Benzin-Alternative im Wrangler. Das Aggregat mit Start-Stopp-Technologie steht für 200 kW (272 PS) Leistung bei 5.250 min-1 sowie 400 Nm Drehmoment bei 3.000 min-1. Das achtstufige Automatikgetriebe geht ziemlich geschmeidig, schnell und kaum spürbar ans Werk und ist für sämtliche Jeep Wrangler-Versionen serienmäßig.

Das Command-Trac 4x4-System hat ein zweistufiges Verteilergetriebe mit einem Gelände-Untersetzungsverhältnis von 2,72:1 sowie neu entwickelte, robuste Dana-Achsen vorn und hinten mit einer Antriebs-Übersetzung von 3,45 für den Benzinmotor und 3,73 für die Diesel-Version. Das System arbeitet in vier Betriebs-Modi:
•    2H (Hinterradantrieb mit Straßenübersetzung)
•    4H AUTO (Vollautomatischer, aktiver Vierradantrieb mit Straßenübersetzung)
•    4H Part-Time (Zuschaltbarer, permanenter Vierradantrieb mit Straßenübersetzung)
•    N (Neutral)
•    4L (Permanenter Vierradantrieb mit Geländeuntersetzung)

Dank ‘shift on the fly’-Technik ist die Umschaltung von 4H Part Time in 4H Auto bei jedem Tempo möglich. Unter normalen Fahrbedingungen arbeitet Command-Trac ganz nach Wunsch des Fahrers entweder im Hinterradantrieb (2WD) oder im automatischen Vierradantrieb (4H Auto), der über eine Lamellenkupplung ständig und vollautomatisch die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse regelt. Beide Modi eignen sich für den Auto-Alltag auf der Straße, in der Stadt oder auf der Langstrecke.

Neuer Cherokee. In erster Linie als Geschäftswagen wird das Mittelklasse-SUV Cherokee hier zu Lande genutzt. Mit dem Modelljahr 2019 zeigt der Jeep Cherokee ein nachgeschärftes Design und bietet mehr benutzerfreundliche Technologien für verbesserten Komfort, Konnektivität sowie Schutz für alle Passagiere. Neu sind LED-Hauptscheinwerfer, Tagfahrleuchten sowie in helle Rahmen eingefasste Nebelleuchten. Die „Wasserfall“-Motorhaube mit dem angeformten Grill besteht jetzt aus einer leichten Aluminium-Struktur.

Einen frischen Look bietet außerdem das Heck. Die komplett neu gestaltete Leichtbau-Heckklappe aus Komposit-Material nimmt jetzt das bisher im Stoßfänger untergebrachte Kennzeichen auf und verfügt außerdem über einen höher positionierten Öffnungsgriff im Bereich der Kennzeichenbeleuchtung. Die Heckleuchten zeigen ein vollkommen neues Design mit einem roten LED-Lichtband um Bremslicht und Blinker. Das neue Heck-Design betont optisch die horizontale Komponente und lässt den Cherokee breiter und flacher erscheinen als bisher. Auf Wunsch öffnet die elektrisch angetriebene Heckklappe auf einen Fuß-Kick-Befehl unter den Heckstoßfänger. Außerdem werden die Kunden die neue Smart Fuel-Tanklappe mit integriertem Verschluss des Einfüllstutzens schätzen.

Interieur. Der modernisierte Innenraum erhält elegante Details, mehr Funktionalitäten und Verstaumöglichkeiten.  Das konfigurierbare Kombi-Display im Instrumententräger vor dem Lenkrad besteht je nach Ausstattung aus einem 8,9 cm großen Monochrom-TFT-Monitor oder einen 17,8 cm großen Vollfarb-Anzeigenfeld. Dieses informiert z.B. über die momentane Arbeitsweise des Abstandstempomats Adaptive Cruise Control, über Funktionen der Audioanlage, dazu über die Geschwindigkeit, Momentan-Verbrauch und Reichweite, Navigation oder Warnmeldungen sowie Jeep-spezifische Funktionen und Werte wie etwa den Status der Kraftverteilung (Selec-Terrain).

Die umgestaltete Mittelkonsole vor der Armauflage sorgt für eine sichere Ablagemöglichkeit etwa für Smartphones oder andere elektronische Geräte nahe neben dem integrierten USB-Anschluss. Das Kofferraumvolumen bietet jetzt mit einem Maximum von 570 Litern (Beladung bis Fensterunterkante) um bis zu 70 Liter mehr als bisher.

4. Generation Uconnect. Der neue Jeep Cherokee bekommt das jüngste Uconnect-System mit innovativen Kommunikations-, Unterhaltungs- und Navigationsfunktionen. Je nach Ausstattung stehen Uconnect 7.0, Uconnect 8.4 oder Uconnect 8.4NAV zur Wahl – mit schnelleren Prozessoren für kürzere Startzeiten und hochauflösende Grafiken auf den Touchscreens, auf denen u.a. auch die Bedienung für Klimatisierung und Audio zusammengefasst ist. Zusätzlich zu den Standard-Funktionen Bluetooth, Sprachsteuerung und USB- und AUX-Anschlüssen verfügen die Uconnect Infotainment- und Navigations-Systeme 7.0, 8.4 und 8.4NAV über Apple CarPlay und Android Auto sowie Touchscreens mit kapazitiver Zoom-Funktion in den Größen 17,8 bzw. 21,3 cm  (Bildschirmdiagonale). Uconnect 8.4NAV kommt serienmäßig mit Navigationssystem und bietet eine Spracheingabe, so dass die Jeep-Kunden einfach die gewünschte Adresse einsprechen und die Navigation anschließend starten können. Das Top-Infotainment-System Uconnect 8.4NAV stellt Uconnect LIVE Services zur Verfügung. Sobald das kompatible Smartphone des Fahrers Uconnect mit dem Internet verbunden hat, lassen sich eine Reihe von Anwendungen über den Touchscreen sehen und bedienen. Die Uconnect LIVE App steht im App Store oder auf Google Play zum Download bereit. Serienmäßig für Uconnect  8.4NAV ist Connected Navigation (TomTom Live), wobei man über Tomtom-Navis durchaus geteilter Meinung sein kann. Unserer Erfahrung nach gibt es viel Besseres.

Antriebe. Mit zwei modernen Motoren in drei Leistungsstufen, kombiniert mit einem hocheffizienten Neungang-Automatikgetriebe, dazu eine Auswahl von drei Vierradantriebs-Systemen und mit Einzelradaufhängung vorn und hinten sichert die Weiterentwicklung des Cherokee ausgezeichnete Fahreigenschaften und überzeugende Geländefähigkeiten. Der Wagen ist in den Ausstattungsvarianten Longitude, Limited und Overland bestellbar. Der Geländespezialist Trailhawk komplettiert von sofort an als Top-Modell die Cherokee-Palette, ausschließlich lieferbar mit dem neuen 2.0 T-GDI Benzinmotor.

Neben dem 2.2 MultiJet II Turbodieselmotor haben die Kunden auch die Wahl eines im Jeep-Angebot völlig neuen Vierzylinder-Reihenmotors. Der 2.0 T-GDI ist mit einem Neungang-Wandlerautomatik-Getriebe verbunden und ersetzt in Europa den bisherigen 3.2 V6 Pentastar-Motor als Benzin-Alternative. Die drei erhältlichen Vierradantriebs-Systeme Active Drrive I und II sowie Active Drive Lock wurden verbessert, um weiterhin unter nahezu allen Wetterbedingungen souveräne 4x4-Eigenschaften zu bieten.

Gute Fahreigenschaften. Rundum Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen vorn sowie Mehrlenker-Konstruktion hinten stellen sowohl im Gelände als auch auf der Straße besten Komfort für die Passagiere sicher. Für bessere Verschränkung erlaubt die vordere Aufhängung 17 cm Federweg, die hintere 19. Ein isolierter hinterer Hilfsrahmen sorgt zusammen mit dem vorderen Querträger aus hochfester Stahllegierung für bessere Torsionssteifigkeit.

Fortschrittliche Sicherheitssysteme. Die Ingenieure haben den Jeep Cherokee von vornherein mit einer Vielzahl an Sicherheitsfunktionen entwickelt. Ferner sind aktive und passive Sicherheitsfunktionen installiert, darunter stets serienmäßig den Frontkollisionswarner Plus mit Fußgänger-Notbremsung, Spurhalteassistent, Bremsassistent, Geschwindigkeitsbegrenzer, Totwinkel-Warner, hintere Querbewegungserkennung, Rückfahrkamera mit dynamischen Führungslinien sowie acht Airbags. Zu den weiteren Sicherheitsfeatures zählen elektronische Überschlagsvermeidung, automatisches Einparken quer/längs, elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) und adaptive Cruise Control mit Abstandsregelung und Stopp&Go-Funktion, jeweils serienmäßig für die Versionen Limited und Overland. Quelle: Jeep / DMM