Durchschlag am Südportal des Brenner Basis Tunnels

Am Südportal für den Brennerbasistunnel (BBT) ist nahe dem Südtiroler Franzensfeste der Durchschlag erfolgt. Damit rücke die Fertigstellung des größten Mobilitätsprojekts zwischen Deutschland und Italien näher.

Am Südportal des BBT ist der Durchschlag erfolgt. Foto BBT SE

Am Südportal des BBT ist der Durchschlag erfolgt. Foto BBT SE

„Der Brennerbasistunnel ist ein Jahrhundertprojekt, ein Umweltprojekt und soll die Lebensqualität für die Menschen entlang der Brennerachse verbessern, die Umwelt schützen und die Straßeninfrastruktur entlasten – diesen Zielen sind wir nun einen weiteren Schritt nähergekommen", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag, 04. Dezember 2018, auf der BBT-Baustelle in Franzensfeste. Pünktlich zur Barbarafeier der Tunnelarbeiter erfolgte der Durchstich des Südportals für den 55 km langen Tunnel, für den der Landeshauptmann selbst das Startsignal gab.
"Derzeit laufen zwei Drittel des Güterverkehrs mit rund 40 Mio. Nettotonnen Frachtgut auf der Brennerroute über die Straße und nur ein Drittel über die Schiene – wenn der Brennerbasistunnel fertig gebaut ist, wird sich dieses Verhältnis (per Zwangsverordnung, Anm. der Redaktion) umkehren und auch superschnelle Personenzüge können dann durch den BBT fahren", betonte Kompatscher und verwies auch auf die Bedeutung des BBT als verbindendes Element der Länder in Europa.

Aktuell sind 93 Tunnel-Kilometer von den insgesamt 230 km an Tunnelröhren des BBT aufgefahren. Der Landeshauptmann nutzte die Gelegenheit, bei der Barbarafeier den Arbeitern, die tagtäglich, oft auch unter schwierigen Bedingungen, für Bau des BBT im Einsatz sind, für ihre Arbeit zu danken. "Nur durch den tatkräftigen Einsatz aller, können wir dieses wichtige Verkehrsvorhaben umsetzen", sagte Kompatscher.

Der BBT bildet das Herzstück des Skandinavisch–Mediterranen TEN-Korridors von Helsinki (Finnland) nach Valletta (Malta). Die Europäische Union hat 50 Prozent der Planungs- und 40 Prozent der Baukosten kofinanziert. Österreich und Italien tragen den Rest je zur Hälfte. Quelle: Autonome Provinz Bozen – Südtirol / DMM