Easyjet gerät ins Straucheln

Nun rächen sich die elenden Tiefstpreise auch bei Easyjet. Aus dem fröhlichen Orange der CI wird beim Finanzergebnis der sechs Monate Oktober 2018 bis einschließlich März 2019 ein Tiefrot. 218 Mio. britische Pfund (249 Mio. Euro) „Miese“ musste CEO Johan Lundgren eingestehen.

Die Passagierzahlen stiegen vom 10.10.2018 bis 31.03.2019 zwar um 13,3 % bzw. 4,9 Mio. auf 41,6 Mio. Fluggäste, doch lieferten die bei Weitem nicht so viele Euros ab, um den Flugbetrieb rentabel zu gestalten. Der Umsatz legte zwar  ebenfalls um 7 % auf 2,3 Mr. Pfund (2,63 Mrd. Euro) zu, aber die leicht gestiegenen Preise für Kerosin und die sinnfrei niedrigen Ticketpreise haben den Gewinn deutlich gedrückt, anders formuliert, es gab einen Verlust, der viermal so hoch ist wie der Vergleichszeitraum 2017/2018. Und es scheint keine Besserung einzutreten; denn der Airline-Chef sieht für die kommenden Monate eher schwarz. Die Reiselust zumindest vieler Briten sinkt weiter und die Tickettarife ebenfalls.

Angesichts der finanziellen Talfahrt wird der Kostenkontrolle jetzt höchste Priorität eingeräumt: Man konzentriere sich auf Effizienz und Innovation durch Daten und sei auf dem besten Weg, im Jahr 2019 Kosteneinsparungen von mehr als 100 Mio. britische Pfund (114,2 Mio. Euro) zu erzielen.
Easyjet ist nach eigenen Angaben heute die Nummer 1 an insgesamt 27 Flughäfen - vor zwei Jahren belief sich diese Zahl noch auf 18. Ziel der Airline ist es, an jedem Flughafen, wo sie operiert, die Nummer eins zu sein – das klingt mehr als ehrgeizig… Quelle: Easyjet / DMM