Erneuerung der Schnellfahrstrecke Stuttgart-Mannheim im Plan

Geschäftsreisende müssen sich noch bis 01. November 2020 gedulden. Ab diesem Tag verkehren die Hochgeschwindigkeitszüge der Relationen München-Stuttgart-Hamburg/Berlin/Ruhrgebiet wieder über die Schnellfahrstrecke Stuttgart-Mannheim. Die erfährt zurzeit eine Rundumerneuerung.

Die Modernisierung der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart liegt voll im Plan. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, machten sich ein Bild der Sanierungsarbeiten und besuchten die Baustelle in der Nähe von Schwetzingen.

„Die zeitlich befristete Unterbrechung der Strecke macht deutlich, wie wichtig funktionierende Schnellbahntrassen sind. Zur Erreichung der Klimaziele brauchen wir ein gutes Angebot auf einem funktionierenden Netz“, sagte Winfried Hermann, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg. „Die Arbeiten bedeuten zurzeit einen großen Eingriff in den Zugverkehr mit längeren Fahrzeiten für die Reisenden. Davon ist auch der Nahverkehr betroffen. Darum ist es gut, dass der Zeitplan eingehalten wird“, so Minister Hermann.

„Ich danke allen am Bau Beteiligten, die mit vollem Einsatz die Modernisierung der Strecke vorantreiben und perfekt im Zeitplan liegen. Gleichzeitig gilt mein Dank unseren Fahrgästen für ihre Geduld. Ich freue mich, dass sie schon bald wieder mit bis zu 280 km/h auf der frisch erneuerten Strecke unterwegs sein können“, sagte Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg.

„Die Revitalisierung der Schnellfahrstrecke Stuttgart–Mannheim ist eines der größten Projekte in der Geschichte des beauftragten Bauunternehmens Spitzke. Die Dimensionen, in denen das Unternehmen gemeinsam und partnerschaftlich mit der Deutschen Bahn agiert, sind einzigartig – sowohl im Hinblick auf die Bauzeit, den Leistungsumfang, die Logistik als auch die vorbereitenden Maßnahmen. Allen Kolleginnen und Kollegen, die zum Gelingen des Bauvorhabens beitragen, gilt mein Dank. Wir freuen uns, ein Teil dieses Projektes zu sein und sind stolz, so unseren Beitrag für die moderne Mobilität leisten zu können“, sagte Ralph Löffler, COO der Spitzke SE, welche die Modernisierungsarbeiten ausführt.

Das Baupensum ist gewaltig: Auf 99 km Strecke werden seit 10. April insgesamt 440.000 Tonnen Schotter, 190 km Gleise, 54 Weichen und 300.000 Schwellen für rund 183 Mio. Euro erneuert. Geschafft sind bereits 96 km Gleisumbau (51 %) und 44 Weichen (82 %). Auch die Erneuerung des Schotters kommt gut voran.

Das Ende der Arbeiten ist für den 31. Oktober 2020 geplant. Ab 01. November soll die Strecke den jährlich rund 24 Mio. Fahrgästen auf dieser Relation wieder zur Verfügung stehen. Seit Streckensperrung/Erneuerung fahren die ICE und IC über alternative Altbraurouten, was 30 Minuten und mehr an Fahrzeit bedeutet. Quelle: Deutsche Bahn / DMM