Es regnete Triebwerksteile

Glück im Unglück hatten am Samstagnachmittag, 20. August 2019, viele Menschen, die nahe von Roms Flughafen Leonardo da Vinci leben. Kurz nach dem Start um 16.20 Uhr lösten sich nämlich von einem Norwegian Dreamliner zahlreiche Metallteile eines der beiden Trent-1000-Triebwerke und prasselten in und außerhalb der benachbarten Ortschaft Fiumicino nieder.

Hunderte Triebwerksteile regnete es am Samstagnachmittag über der Ortschaft Fiumicino nahe Rom. Die Schäden an Fahrzeugen und Häusern sind ernorm. Foto Carabinieri

Hunderte Triebwerksteile regnete es am Samstagnachmittag über der Ortschaft Fiumicino nahe Rom. Die Schäden an Fahrzeugen und Häusern sind ernorm. Foto Carabinieri

Norwegian Flug DY7115 hatte mit 298 Passagieren um 16.20 Uhr gerade Richtung Los Angeles von Startbahn 16R abgehoben, als sich während des Steigflugs Teile eines der beiden Trent-Triebwerke lösten und in die Tiefe stürzten. Die Piloten schalteten den defekten Motor ab. Die Boeing 787-8 hatte gerade erst eine Höhe von 3.000 Fuß erreicht (knapp 1.000 Meter), zog dann einige Schleifen um Kerosin zu verbrennen und landeten dann 23 Minuten nach dem Start wieder sicher.

Wie der Bürgermeister der flughafennahen Ortschaft Fiumicino örtlichen Medien sagte, seien durch hunderte herabfallende und teils glühende Metallteile 28 Autos und 14 Häuser beschädigt worden. Ein Mann hatte Glück im Unglück: Er saß in seinem Garten und wurde von einem der glühenden Teile am Arm gestreift. Er trug nur Verbrennungen davon. Die die nationale Agentur für Flugsicherheit, ANSV, leitete Ermittlungen ein. Norwegian selbst spricht von technischen Problemen. Boeing hat sich noch nicht geäußert.

Der Bürgermeister von Fiumicino zeigt sich nach dem Vorfall besorgt über die Sicherheit seiner Bürger und hat Diskussionen ausgelöst, ob die zahlreichen Starts und Landungen pro Tag überhaupt noch tragbar sind für die Bewohner. Deshalb bittet er, die Flüge auf der Startbahn Nummer eins weiter zu reduzieren Quelle: The Aviation Herald / DMM