Ex ÖBB-Chef und Kanzler Christian Kern neues Mitglied des RŽD-Verwaltungsrats

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler und Ex-ÖBB-Chef Christian Kern sowie der ehemalige Leiter des russischen Notfallministeriums, Vladimir Pučkov, wurden in den Verwaltungsrat der Russischen Eisenbahnen RŽD berufen. Die anderen Vorstandsmitglieder behalten ihre Sitze - der Verwaltungsrat wurde damit von 12 auf 14 Personen erweitert.

Ex-ÖBB-Konzernchef und Ex-Kanzler Christian Kern sitzt nun im Verwaltungsrat der russischen Staatsbahn RZD. Foto ÖBB

Ex-ÖBB-Konzernchef und Ex-Kanzler Christian Kern sitzt nun im Verwaltungsrat der russischen Staatsbahn RZD. Foto ÖBB

Christian Kern (53) war bis zu seiner Ernennung zum Kanzler der Republik Österreich Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Bundesbahnen. Noch Ende April 2019 hieß es, dass Kern den ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Arkadi Dvorkovič ablösen könnte, aber dieser bleibt im Verwaltungsrat.

Kern’s berufliche Laufbahn begann nach Studienabschluss (1997) und postgradualer Ausbildung sowie ersten Arbeitserfahrungen als Wirtschaftsjournalist zunächst als Angestellter im Bundeskanzleramt und beim SPÖ-Parlamentsklub. Darauf folgten Beschäftigungen in verschiedenen öffentlichen Unternehmen. Von 2007 bis 2010 war er Vorstandsmitglied der Verbund AG, danach wechselte er zu den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Ab 07. Juni 2010 war Kern Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG und für die Bereiche Strategie, Kommunikation, Personal und den Güter- bzw. Personenverkehrsbereich zuständig. Von Februar 2011 bis Mai 2016 war er auch Aufsichtsratsvorsitzender der Tochtergesellschaft Rail Cargo Austria (RCA). 2014 wurde seine Vertragslaufzeit bei der ÖBB vorzeitig bis 2019 verlängert. Am 01. Januar 2014 wurde Kern für zwei Jahre zum Vorsitzenden der Gemeinschaft der Europäischen Bahnen gewählt. In diesem Amt wurde er am 24. September 2015 für weitere zwei Jahre bestätigt. Nach erfolgreichen Verhandlungen um das Amt des Vorstandsvorsitzenden der RHI AG wechselte Kern aber als Bundeskanzler in die Politik. Mit seinem Antritt als Bundeskanzler wurden alle seine Funktionen im Bahnbereich obsolet, da er als Kanzler keine weiteren Berufstätigkeiten und Ämter ausüben durfte.

Von Mai 2016 bis Dezember 2017 war Kern Bundeskanzler der Republik Österreich. Von Mai 2016 bis September 2018 war er Bundesparteivorsitzender der SPÖ und ab Dezember 2017 auch Oppositionsführer im österreichischen Nationalrat. Im Oktober 2018 zog er sich aus der Politik zurück und kündigte an, in die Privatwirtschaft zu gehen. Quelle Novaya Gazeta