Falsche Reisende haben es nur auf Ihr Geld abgesehen

Eine besonders infame Betrugsmasche sorgt derzeit für Schlagzeilen: Beim sogenannten „Stranded Traveller Scam“ geben sich Kriminelle, Frauen wie Männer, als gestrandete Reisende in akuter Not aus – und spielen gezielt mit dem Mitgefühl von Passanten.

Dabei geben sich Trickbetrüger als gestrandete Reisende in Not aus und bitten Passanten an Bahnhöfen, Flughäfen, Autobahn-Rastanlagen und Parkplätzen um Bargeld. Den Betrag versprechen die "falschen Reisenden“ per Sofort-Banking-App zu überweisen.

Aktuell warnt die Polizei in Deutschland vor einer Häufung solcher Fälle. Die Masche folgt stets demselben Muster: Die Betrüger erzählen unter Druck eine dramatische Geschichte, berichten von gestohlenem Portemonnaie und verschwundenen Ausweisen, die verhindern, den Rückflug anzutreten. Wer angesprochen wird und hilft, ist in aller Regel sein Geld los, auf Nimmerwiedersehen. 
Um an Bargeld zu gelangen, geben die falschen Reisenden vor, den geliehenen Betrag sofort per Banking-App zu überweisen. Vor den Augen der Opfer tippen sie die vermeintliche Zahlung ein und zeigen eine täuschend echte Bestätigung. In Wahrheit handelt es sich jedoch um manipulierte Apps, bei denen die Transaktion abgebrochen wird.

Die Polizei rät dringend zur Vorsicht: Wer plötzlich und unter Zeitdruck um Geld gebeten wird, sollte misstrauisch sein und keinesfalls Bargeld herausgeben. Generell empfiehlt sich, sich den Personalausweis oder Reisepass zeigen zu lassen, noch besser: die Polizei anrufen.

Gleichzeitig können Notlagen real sein. Falls eine Person tatsächlich Unterstützung benötigt, sollte ihre Identität verifizierbar sein – etwa über digitale Ausweise oder Social-Media-Profile. Wird dennoch ein Geldtransfer vereinbart, sollten nur verlässliche Zahlungsdienste genutzt und Bargeld erst nach bestätigtem Zahlungseingang übergeben werden. Quelle: Bundespolizei / DMM