Flughäfen Berlin und Hannover mit Kurzarbeit

Der Flugbetrieb an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld ist binnen weniger Wochen um 90 % eingebrochen. Angesichts dieser dramatischen Situation hat die Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) am Dienstag, 24. März 2020, gemeinsam mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit für ihre rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgeschlossen, um Entlassungen durch eine Reduzierung der Arbeitszeit zu vermeiden. Beim Flughafen Hannover-Langenhagen erhalten rund 1.500 Beschäftigte ab Mittwoch, 25. März 2020, Kurzarbeitergeld.

Wie die FFB mitteilt, wurde ein entsprechender Antrag wurde jetzt beim zuständigen Arbeitsamt gestellt. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde zudem beschlossen, dass das gesetzliche Kurzarbeitergeld durch die FBB aufgestockt wird und demnach 80 % des Nettoentgelts beträgt. Bei Alleinerziehenden wird auf 90 % des Nettoentgelts aufgestockt. Die Regelung zur Kurzarbeit tritt bis auf Weiteres in Kraft, sobald der Antrag vom Arbeitsamt genehmigt ist.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Wir haben mit der heute unterzeichneten Betriebsvereinbarung einen guten, solidarischen Rahmen für die nächste Zeit vereinbart. Wir müssen jetzt flexibel agieren können und haben die Aufgabe, in den kommenden Wochen und Monaten für eine stabile Grundversorgung der Hauptstadtregion zu sorgen. Als eine der wichtigsten Infrastrukturen wird auf uns als Flughafenbetreiber viel Verantwortung liegen, wenn die Wirtschaft nach dieser großen weltweiten Krise langsam wieder Tritt fasst.“

Die am Flughafen der niedersächsischen Hauptstadt tätigen MitarbeiterInnen sollen ein ganzes Jahr lang Kurzarbeitergeld beziehen. Dies soll dort auch für Angestellte angeschlossener Betriebe gehen, so die Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH (FHG). Quelle: FFB / FHG / DMM