Fraport sieht Kerosinversorgung im Sommer gesichert

Trotz Iran-Krieg und gesperrter Straße von Hormus erwartet Fraport keine Kerosin-Engpässe. Passagiere müssten ihre Buchungen nicht infrage stellen.

Der Vorstandschef der Fraport AG sieht die Kerosinversorgung in Europa trotz geopolitischer Spannungen als gesichert. Foto: rebaixfotografie - stock.adobe.com

Der Vorstandschef der Fraport AG, Stefan Schulte, hält die Versorgung mit Flugbenzin in Europa für stabil. Reisende könnten ihre Flüge ohne Sorge antreten, sagte er in einem Interview.

Entwarnung für Reisende

Schulte sieht derzeit keinen Anlass für Unternehmen, ihre Reiseplanungen anzupassen. „Ich würde jedem Fluggast klar sagen: Mach dir über deine Buchung derzeit keine Sorge“, erklärte Schulte gegenüber dem „Handelsblatt". Er gehe davon aus, dass in den kommenden Monaten in Europa und damit auch in Deutschland genügend Kerosin vorhanden sei. Bei günstiger Entwicklung könne die Versorgung auch bis zum Jahresende reichen.

Sollte es regional dennoch zu Engpässen kommen, hätten Passagiere laut Schulte keine Nachteile zu befürchten. In solchen Fällen werde umgebucht oder der Ticketpreis erstattet. „Und die Sorge, dass man irgendwo strandet, ist nach meiner Einschätzung unbegründet“, sagte der Fraport-Chef.

Hintergrund: Straße von Hormus gesperrt

Auslöser der aktuellen Debatte ist der andauernde Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus. In Friedenszeiten wird über diese Route mehr als 25 Prozent des in Europa benötigten Flugbenzins transportiert. Experten hatten vor möglichen Versorgungsproblemen gewarnt.

Schulte verwies jedoch auf internationale Vorsorgemaßnahmen. Länder wie Indien oder China gingen sehr professionell vor und legten Reserven an. Ein Flugzeug, das dort landen dürfe, werde auch wieder zurückfliegen, so der Manager. (dpa)