Gewerkschaften im Lufthansa-Konzern drohen unverhohlen

Der Steuerzahler soll gefälligst Milliarden in die Lufthansa und ihre Töchter pumpen und das ohne jede Gegenleistung. So ist die Forderung in einem Offenen Brief der Gewerkschaften im Lufthansa-Konzern an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager zu verstehen.

Im Rahmen des gemeinsamen offenen Briefs der Gewerkschaften im Lufthansa-Konzern wird die EU-Kommission buchstäblich mit der „Arbeitslosenkeule“ erpresst, das Rettungspaket für die Lufthansa-Group ohne Auflagen zu genehmigen. Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit: "Alle Beschäftigten wollen gemeinsam die Lufthansa Group retten! Die EU-Kommission darf unsere Chance nicht durch massive Auflagen gefährden, sondern sollte uns unterstützen. Weder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Lufthansa Group noch die Bürgerinnen und Bürger Europas werden es verstehen, wenn zehntausende Arbeitsplätze nicht wegen Covid-19, sondern durch Auflagen der EU-Kommission verloren gehen."

Beteiligte Gewerkschaften des Briefs sind: Vereinigung Cockpit (Deutschland - Pilotenvereinigung), UFO (Deutschland - Unabhängige Flugbegleiter Organisation), IGL (Deutschland - Industriegewerkschaft Luftverkehr), TGL (Deutschland - Technikgewerkschaft Luftverkehr), BeCA (Belgien - Belgian Cockpit Association), ACA (Österreich - Austrian Cockpit Association), Vida (Österreich - Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft), Aeropers (Schweiz - Swiss Airline Pilots Association), EFA (Schweiz - Edelweiss Air Flight Attendant Association) und SEV GATA (Schweiz - Groundstaff Aviation Technics and Administration).

Die Einschnitte sind nicht selbst verschuldet, heißt es in dem Brief, aber sie haben zu massiven Umsatzverlusten geführt und bedrohen hunderttausende Arbeitsplätze in unserer Branche. Dass die Pandemie durch die Luftfahrt nach Europa gebracht wurde, wird wissentlich verschwiegen. Der EU-Kommisson wird gewarnt, dass die Lufthansa Group keine Slots an Billigflieger abgeben muss, wie von der Kommission gefordert. Dann nmlich wären von der Leyen und Vestager, im Namen der EU verantwortlich für noch intensiveres Sozialdumping, steigende Scheinselbstständigkeit sowie eine massive Aushöhlung von Arbeitsstandards. Quelle: VCD / DMM