Hamburgs Streikproblem

30.000 Passagiere waren am Donnerstag von einem Warnstreik am Hamburger Flughafen betroffen. Mehr als 50 Flüge zwischen 12:30 Uhr und 00:00 Uhr mussten gestrichen werden. Für Freitag wird eine Stabilisierung des Flugplans erwartet.

Der von der Gewerkschaft ver.di am Donnerstag, 14. März 2019 zwischen 12:30 Uhr und 00:00 Uhr angesetzte Warnstreik der Bodenverkehrsdienste hat am Hamburger Flughafen zu Flugausfällen geführt: 27 Starts und 27 Landungen von insgesamt 251 Flügen, die in diesem Zeitraum für Hamburg geplant waren, mussten bisher gestrichen werden (Stand: 14. März 2019, 16:15 Uhr). Damit ist mehr als jeder fünfte Flug ausgefallen. Rund 30.000 Passagiere sind von dem Warnstreik betroffen und reagierten teils mit Unverständnis.  „Der wiederholte ver.di-Streik mitten in den Hamburger Schulferien trifft besonders die Familien. Sie mussten heute kurzfristig erfahren, dass ihr geplanter Rückflug nicht geht oder konnten gar nicht erst starten. Diesen ver.di-Streik halten wir für verantwortungslos und ungerecht", sagt Katja Bromm, Pressesprecherin am Hamburg Airport. 

Für Freitag, 15. März 2019, sind noch keine Flugstreichungen bekannt. Hamburg Airport bittet aber alle Passagiere, die an diesem Tag ab Hamburg fliegen bzw. in Hamburg landen möchten, sich vorab bei ihrer Fluggesellschaft über den Status ihres Fluges zu informieren. „Am Freitag bei Betriebsbeginn wird der Warnstreik beendet sein. Wir gehen davon aus, dass sich im Laufe des Tages der Flugplan normalisiert hat“, so Katja Bromm. 

Hintergrund: Die für die Bodenverkehrsdienste am Hamburg Airport zuständigen Tochterunternehmen HAM Ground Handling mit GroundStars, STARS und CATS befinden sich zurzeit mit den Gewerkschaften ver.di und komba in laufenden Tarifverhandlungen. Bei den Bodenverkehrsdiensten am Flughafen Hamburg sind zurzeit rund 950 MitarbeiterInnen in Festanstellung beschäftigt. Neben der Gepäck- und Flugzeugabfertigung zählen die Flugzeugreinigung und -enteisung sowie der Passagiertransport zu den Aufgaben der Bodenverkehrsdienste. Quelle: Hamburg Airport / DMM