Stabile Preise in Deutschland, starke Schwankungen in Europa und weltweit

In Deutschland blieben die durchschnittlichen Zimmerpreise für eine Hotelübernachtung im vergangenen Jahr in den meisten deutschen Großstädten stabil, dafür schwankten diese deutlich in europäischen Metropolen und auch weltweit.

Das zeigt die jährliche Auswertung aller Hotelbuchungen, die in 2014 über das Hotelportal HRS abgewickelt wurden. So verbuchten in Deutschland die Hotels in Stuttgart mit durchschnittlich 4,6 % den größten Preisanstieg. Auch Hannover (3,8 %) und Düsseldorf (3,2 %) verzeichneten einen stärkeren Anstieg der Hotelzimmerpreise. In den restlichen deutschen Großstädten blieben diese in etwa auf Vorjahresniveau und fielen im europäischen Vergleich moderat aus. In den untersuchten europäischen Top-Destinationen löst London Zürich als Spitzenreiter mit im Mittel 165 Euro pro Nacht ab, Moskau zählt nicht mehr zu den teuersten Städten. Den höchsten Preisanstieg verbucht Athen (35,3 %) für sich. Die im Durchschnitt teuersten Hotelübernachtungen weltweit ermittelte HRS für New York (206 Euro), Washington (170 Euro) und Rio de Janeiro (168 Euro).

Städte in Deutschland: Neben München nun auch Hamburg über 100 Euro. In den meisten deutschen Großstädten blieben die Hotelzimmerpreise 2014 nahezu unverändert. Lediglich in Stuttgart, Hannover und Düsseldorf zogen die durchschnittlichen Zimmerpreise etwas stärker an. Die ortsansässigen Hotels konnten von den zahlreichen Messen profitieren und verlangten durchschnittlich zwischen rund drei bis fast fünf Prozent mehr für eine Übernachtung. Die bayerische Hauptstadt München bleibt auch 2014 mit durchschnittlichen Zimmerpreisen von 110 Euro die teuerste Stadt in Deutschland, als einzige weitere Stadt überschreitet in 2014 nur Hamburg die 100-Euro-Schwelle: Hotels verlangen hier im Durchschnitt 101 Euro für eine Übernachtung. Die günstigsten Hotelzimmer gibt es in Dresden (81 Euro), trotz anhaltendem Besucherhoch in der Hauptstadt Berlin (86 Euro) sowie in Nürnberg (88 Euro).

Übernachtungspreise in Europa durchwachsen: London am teuersten, Moskau und Oslo deutlich günstiger, Athen zieht die Preise stark an. In den untersuchten europäischen Top-Destinationen löst London Zürich mit 165 Euro als Spitzenreiter ab. Die Schweizer Stadt folgt auf dem zweiten Platz mit 144 Euro, danach Paris (139 Euro) und knapp dahinter Kopenhagen (138 Euro). Mit 125 Euro zahlte der Verbraucher für eine Übernachtung in Moskau in 2014 dank des drastisch gefallenen Rubels durchschnittlich 11,6 % weniger als noch in 2013 (141 Euro). Einen ebenfalls starken Preisverfall erlebt Oslo: Im letzten Jahr kostete eine Übernachtung im Durchschnitt nur noch 115 Euro, 13,3 % weniger als in 2013.

Die höchste Preissteigerung in Europa verzeichnete Athen mit über 35 %. 2013 zählte die griechische Hauptstadt noch zu den Reisezielen mit durchschnittlichen Zimmerpreisen unter 80 Euro, 2014 liegen diese nun bei 106 Euro. Ursache dürften u.a. die andauernden Unruhen in Ägypten sein, die zu mehr Übernachtungsanfragen für die Mittelmeerländer allgemein führten. Die gestiegene Nachfrage stimmte die Hoteliers positiv und führte so zu einer deutlichen Preissteigerung in 2014, die allerdings zum Jahresende hin tendenziell wieder abflaute. Am günstigsten übernachteten Städtereisende im vergangenen Jahr in Prag mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 71 Euro, wie auch in Budapest (72 Euro) und Warschau (74 Euro).

New York weltweit unangefochtener Spitzenreiter, gefolgt von Washington und Rio de Janeiro. In rund drei Viertel der internationalen Metropolen stiegen die Hotelzimmerpreise zum Teil deutlich an. Vor allem in New York lässt es sich mit 206 Euro pro Zimmer (+ 10,3 %) noch einmal teurer übernachten als im Vorjahr. Auch in Kuala Lumpur (+ 22,8 %), Washington (+ 17,2 %), Mexiko Stadt (+ 14,8 %) sowie in Toronto (+ 13,1 %) nahmen die durchschnittlichen Zimmerpreise im Jahr 2014 deutlich zu. Günstiger wurde es hingegen in Seoul (- 17,1 %), Mumbai (- 11,1 %) und Bangkok (- 10,7 %). Letztere Metropole war auch im Gesamtvergleich am günstigsten: In der Hauptstadt Thailands bekam man im vergangenen Jahr durchschnittlich ein Zimmer pro Nacht für nur 58 Euro. Im Vergleich zum New Yorker Übernachtungspreis konnte man also in Bangkok fast ganze vier Nächte im Hotel verweilen.

Quelle: HRS / DMM