Höllentalbahn jetzt durchgehend elektrisch

Die hintere Höllentalbahn (Donaueschingen – Neustadt) wird ab 02. Dezember 2019 wieder für den Bahnverkehr freigegeben sein. Anstelle der VT 612 werden dann ET 1440 zwischen Donaueschingen und Neustadt eingesetzt. Die Strecke wurde elektrifiziert, so dass nun durchgehend von Freiburg bis Donaueschingen elektrisch gefahren wird.

Ab Dezember 2019 wird die berühmte Höllentalbahn von Freiburg über Neustadt bis Donaueschingen durchgehend elektrisch betrieben. Zum Einsatz kommen Coradia-Triebzüge in BW-Landesfarben. Foto: DB - Alstom

Durch die Elektrifizierung der Strecke ist es möglich, die bereits heute elektrisch verkehrenden Züge im westlichen Abschnitt der Höllentalbahn mit den künftig ebenfalls elektrisch verkehrenden Zügen der östlichen Höllentalbahn zu verknüpfen. Die Elektrifizierung schafft somit umsteigefreie Verbindungen zwischen  Villingen bzw. Donaueschingen und Freiburg – sowie darüber hinaus zur Breisacher Bahn bzw. östlichen Kaiserstuhlbahn (sog. Ost-West-Achse der Breisgau-S-Bahn). Das Angebot auf der östlichen Höllentalbahn umfasst einen Stundentakt zwischen Neustadt (Schwarzwald) und Donaueschingen, der - optional - in den Hauptverkehrszeiten bis zum Halbstundentakt verdichtet wird. Die Umsetzung des Halbstundentakts ist abhängig von den Ergebnissen der derzeit laufenden Ausschreibungen der Verkehrsleistungen. Das Angebot soll gegenüber heute in den Tagesrandzeiten ausgeweitet werden.

Die östliche Höllentalbahn wird künftig von der Linie S1 der Breisgau-S-Bahn bedient, die durchgängig zwischen Breisach bzw. Endingen über Freiburg Hbf und Villingen verkehrt. Somit entfällt das heute in Neustadt (Schwarzwald) notwendige Umsteigen – es kommt zu einer stündlichen umsteigefreien Verbindung zwischen den Oberzentren Villingen-Schwenningen und Freiburg. Die - heute nur sporadisch bedienten - Haltepunkte Bachheim und Unadingen werden künftig von allen Zügen des Stundentakts bedient.

Durch das in Titisee vorgesehene Kuppeln und Flügeln von Zügen wird der Bahnhof Neustadt von Freiburg aus künftig halbstündlich bedient. Dabei wird bei dem aus Richtung Freiburg kommenden und stündlich nach Seebrugg weiterfahrenden Zug in Titisee ein Zugteil abkuppelt („geflügelt“) und fährt weiter nach Neustadt. In der Gegenrichtung werden die beiden Zugteile entsprechend in Titisee gekuppelt.

Morgens wird es zwei durchgehende Verbindungen von Villingen nach Neustadt und abends in die Gegenrichtung geben. Im Fahrplan 2020 wird der Streckenabschnitt Donaueschingen – Neustadt nicht mehr durch Züge des Netzes 5 bedient. Die Züge aus Ulm enden dann in Donaueschingen. Die Fahrten auf der hinteren Höllentalbahn werden vollständig durch Zugleistungen des Netzes 9a ersetzt. Künftig werden umsteigefreie Verbindungen auf der Relation Villingen – Donaueschingen – Neustadt – Freiburg angeboten.

Das Fahrplankonzept der Schwarzwaldbahn hat auch in 2020 weiterhin Bestand.

Breisgau S-Bahn. Die Inbetriebnahme der Breisgau S-Bahn erfolgt planmäßig zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember. Die Fahrzeuge des Typs Coradia Continental sind bereits ausgeliefert und abgenommen. Künftig fährt DB Regio durchgängig von Rhein und Kaiserstuhl bis in den Schwarzwald. Halbstündlich wird die Strecke Breisach/Endingen – Gottenheim – Freiburg – Titisee – Neustadt bedient und stündlich werden die Züge nach Seebrugg, sowie Villingen durchgebunden. Quelle: Deutsche Bahn / DMM