Im Zug liegen lassen

Die insgesamt sieben ÖBB Lost & Found-Büros sind für viele Fahrgäste oft die Retter in der Not. Insbesondere dann, wenn wichtige Gegenstände wie mobile Endgeräte, Schlüssel oder Bekleidungsstücke zunächst verlorengehen, aber schlussendlich wieder auftauchen, ist die Erleichterung groß.

Viele Fahrgäste vergessen das eine oder andere gute Stück im Zug, wenn sie am Zielort aussteigen. Zum Glück gibt es auch bei den ÖBB Lost & Found-Büros an den großen Bahnhöfen, wo man, wenn man etwas Glück hat, den verlorenen Gegenstand abholen kann. Foto: ÖBB

Den entscheidenden Anstoß liefern dabei in der Regel ehrliche Finder, die verlorene Gegenstände bei ÖBB-Beschäftigten oder direkt in den Lost & Found Stellen abgeben. Wie die ÖBB meint, scheinen glücklicherweise viele ehrliche Menschen in ihren Zügen unterwegs zu sein, denn 2025 wurden 31.037 Gegenstände gefunden – das sind durchschnittlich 85 Stück pro Tag (2024: 84 Stück pro Tag).

38 % der Fundgegenstände haben die ÖBB wieder an die Eigentümer zurückgegeben – ein unveränderter Wert im Vergleich zum Vorjahr. Gegenstände, die nicht auf einer der Lost & Found-Stellen abgeholt werden, wurden, wie gesetzlich vorgeschrieben, den öffentlichen Stellen (wie Fundbüros) übergeben.

Die Top 3 der Fundgegenstände. 2025 wurden knapp 11.400 Koffer, Rucksäcke und Taschen abgegeben. Damit sind diese Gegenstände, wie in den Jahren zuvor, unangefochten an der Spitze (2024: 11.000 Stück, 2023: 8.900 Stück). Auf dem zweiten Platz folgen mit deutlichem Abstand Elektronikgeräte wie Kameras und Smartphones mit knapp 6.300 Fundstücken. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl deutlich gestiegen (2024: 5.600 Stück, 2023: 6.000 Stück). Auf Platz 3 haben es erneut Geldbörsen und Bargeld mit knapp 3.500 Gegenständen geschafft (2024: 3.600 Stück, 2023: 3.700 Stück). Damit konnten die Top 3 aus dem Vorjahr ihre Positionen verteidigen.

Kuriositäten und kleine bis große Wunder. 2025 wurden u.a. sechs Rollstühle und 55 Gehhilfen (Krücken, Rollatoren, Stöcke etc.) gefunden. Außerdem blieben zehn Hörgerate, vier Gebisse bzw. Zahnprothesen und 42 medizinische Geräte bzw. deren Hilfsmittel im Zug oder am Bahnhof zurück. Zusätzlich fanden sich 20 Kinderwägen, 88 Fahrräder, 118 Scooter sowie 61 E-Scooter und sogar eine Drohne. 

Knapp 640-mal suchten SportlerInnen nach ihrer Ausrüstung: So tauchten 38 Skateboards, 25 Snowboards/Skis, 17 Paar Ski- und Snowboardschuhe, zehn Paar Eislaufschuhe und fünf Paar Inline-Skates bei den ÖBB Fundbüros auf. 

Auch MusikerInnen fahren gerne mit den ÖBB: In Summe wurden 112 Instrumente gefunden. Am häufigsten gingen Saiteninstrumente wie Gitarren (46 Stück) verloren. Aber auch 28 Blasinstrumente (z.B. Trompeten), 21 Streichinstrumente (z.B. Geigen) und fünf Tasteninstrumente (z.B. Keyboard) wurden vergessen. 

2025 haben auch bekennende Autofahrer:innen die ÖBB als Mobilitätsalternative gewählt: Neben fünf KFZ-Kennzeichen und 12 Fahrzeugzubehörteilen wurden 14 Fahrzeugdokumente und 127 Führerscheine im Zug vergessen. Auch Ausweisdokumente waren treue Wegbegleiter bei Reisenden: So wurden 266 Identitätskarten, 400 Jahreskarten, 268 Kredit- bzw. Bankkarten und 384 Reisepässe zurückgelassen.

Gegenstand verloren? Was tun? Wenn Reisende am Bahnhof oder im Zug einen Gegenstand verlieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Verlust zu melden:
•    Rund um die Uhr über ein Online-Tool Lost & Found - ÖBB-Infrastruktur AG
•    Telefonisch beim ÖBB Lost & Found Service-Center während der Öffnungszeiten unter +43 5 1778 97 22 222
•    Persönlich in einem der sieben Fundbüros in Wien, Linz, Salzburg, Villach, Graz, Innsbruck und Feldkirch (Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 07:30–12:00 Uhr und 14:00–16:30 Uhr; Freitag: 07:30–13:30 Uhr) Quelle: ÖBB / DMM